Die  Entscheidung

Bolschewiki  waren  und  aus  der  es  im  Ernstfall  kein
Entrinnen  gab,  rechtzeitig  entfernte.

Dagegen  lag  mir  der  mir  später  vielfach  zugeschriebene
  Gedanke  fern,  einen  ‚Staatsstreich“  zu  machen  und
den  Entschlüssen  meiner  Regierung  durch  die  Schaffung
  der  vollendeten  Tatsache  eines  Bruches  mit  der
Sowjetregierung  vorzugreifen.  Ich  einigte  mich  deshalb
mit  Herrn  Tschitscherin  in  aller  Güte  über  die  Verlegung
der  Mission  nach  Petersburg,  die  ich  mit  der  offenkundigen
Unhaltbarkeit  der  Situation  des  deutschen  Vertreters  in
Moskau  begründete;  auch  wies  ıch  auf  die  Tatsache  hin,
daß  die  sämtlichen  Botschafter  und  Gesandten  der  neutralen
  Mächte  nach  wie  vor  ıhren  Sitz  in  Petersburg
hätten.  Ich  verständigte  mich  ferner  mit  ihm  über  die
zur  Erleichterung  des  Geschäftsverkehrs  zwischen  Petersburg
  und  Moskau  zu  treffenden  Maßnahmen  und  Einrichtungen.
  Herr  Tschitscherin  nahm  meine  Eröffnung  ohne
Überraschung  auf  und  äußerte  nur  einigen  Zweifel,  ob
die  Sicherheitsverhältnisse  in  Petersburg  besser  seien  als
in  Moskau.  Darin  mag  er  recht  gehabt  haben,  soweit
die  Attentatsgefahr  für  einen  Einzelnen  in  Betracht  kam;
dagegen  war  für  die  Gesamtheit  des  Personals  die  unmittelbare
  Nähe  unserer  Grenzposten  an  der  auf  eine  Autostunde
  an  Petersburg  heranreichenden  finnischen  und
estländischen  Grenze  gegenüber  der  sechshundert  Kilometer
  langen  Entfernung,  die  Moskau  von  der  deutschen
Militärgrenze  trennte,  eine  entschiedene  Erleichterung.

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