Verlegung  der  deutschen  Mission.  Meine  Abreise

Ich  reiste  am  Abend  des  6.  August  von  Moskau  mit
dem  Kurierzug  ab.  Es  war  mir  ein  besonderer  Wagen
zur  Verfügung  gestellt  und  ein  Kommando  von  Rotgardisten
  beigegeben  worden.

Die  Reise  verlief  nicht  ganz  programmgemäß.  Am  Nachmittag
  des  7.  August  hatte  der  Zug  in  Jarzewo,  der  Station
vor  Smolensk,  einen  langen  Aufenthalt.  Plötzlich  machten
sich  Eisenbahnarbeiter  daran,  meinen  Wagen,  den  Wagen
der  Bedeckungsmannschaft  und  den  Kurierwagen,  die  als
letzte  dem  langen  Zug  angehängt  waren,  abzukoppeln.
Auf  meine  Anfrage  erhielt  ich  vom  Stationsvorstand  die
Antwort,  es  sei  aus  Smolensk  der  Befehl  gekommen,  diese
Wagen  zurückzuhalten.  Als  ıch  über  die  Gründe  keine
Auskunft  erhielt,  erhob  ich  Einspruch.  Der  Kommandant
meiner  Wache  stellte  sich  auf  meine  Seite  und  erklärte,
er  werde  das  Abkoppeln  der  Wagen  mit  Gewalt  verhindern.
  Nach  längerem  Parlamentieren  und  einer  telegraphischen
  Anfrage  in  Moskau  erhielt  der  Stationsvorstand
ein  Telegramm  des  Volkskommissars  für  Eisenbahnen,
die  Wagen  seien  abzukoppeln  und  nach  Wiasma  zurückzubringen;
  dort  würden  sie  weitere  Befehle  zu  erwarten
haben.  Ich  bestand  nun  darauf,  durch  den  Bahntelegraphen
  mit  dem  Volkskommissar  für  das  Auswärtige
in  Verbindung  gesetzt  zu  werden.  Nach  längerem
Warten  erschien  der  Stellvertreter  Tschitscherins,  Herr
Karachan,  am  Telegraphen  und  teilte  mir  mit:  der  Befehl
zur  Zurückführung  der  Wagen  sei  im  Einverständnis

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