Die  Entscheidung

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entsenden,  um  jedes  etwa  mögliche  Mißverständnis  zu  beseitigen.
  Nachdem  jedoch  Herr  Radek  auf  der  Fahrt
nach  Berlin  in  Orscha  mit  Herrn  Joffe  zusammengetroffen
war,  der  mit  den  paraphierten  Zusatzverträgen  in  der
Tasche  seine  Besorgnisse  ohne  weiteres  zerstreuen  konnte,
brauchte  sich  Herr  Radek  nicht  weiter  zu  bemühen  und
konnte  mit  Herrn  Jofife  nach  Moskau  zurückreisen.  Mein
Einspruch  gegen  die  Paraphierung,  ehe  ich  Gelegenheit
gehabt  hätte,  meinen  Standpunkt  zu  vertreten,  war  vergeblich
  gewesen.  Die  Verträge  waren  in  der  Tat  am  Abend
des  10.  August  paraphiert  worden.

“Meine  Unterhaltung  mit  Herrn  von  Hintze  am  nächsten
Nachmittag  war  gleichfalls  ergebnislos.  Der  Staatssekretär
  blieb  auf  seinem  Standpunkt,  daß  die  Zusatzverträge
  unter  allen  Umständen  zustandekommen  und
daß  wir  uns  mit  den  Bolschewikı  verhalten  müßten.
Dieses  ‚Verhalten  mit  den  Bolschewiki“  ging  so  weit,
daß  das  Auswärtige  Amt  Berichte  deutscher  Korrespondenten
  über  die  Zustände  in  Rußland  und  über  das  wahre
Gesicht  des  Bolschewismus  unterdrückte.

Ebensowenig  gelang  es  mir,  im  Großen  Hauptquartier
meinen  Standpunkt  durchzusetzen,  obwohl  der  General
Ludendorff  erklärte,  er  nehme  an  dem  Zustandekommen
der  Zusatzverträge  und  insbesondere  auch  an  der  Äbtrennung
  Estlands  und  Livlands  nach  der  Entwicklung  der  Gesamtlage
  kein  Interesse  mehr.  Der  Kanzler  behielt  sich
formell  seine  Entscheidung  vor  bis  zuseiner  für  den26.August

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