Mißstimmung  bei  unseren  Bundesgenossen

Zusicherungen  territorialer  Art  (Bulgarisch-Mazedonien
und  Morawatal)  erblicken  wollte.

Die  Entscheidungskämpfe  im  Westen

Wir  hielten  und  hätschelten  unsern  Todfeind,  den
Bolschewismus,  und  verprellten  in  jeder  Weise  unsere
eigenen  ohnedies  kriegsmüden  und  schwankenden  Bundesgenossen
  zu  einer  Zeit,  in  der  auf  dem  Hauptkriegsschauplatz
  des  Westens  die  Aussicht  auf  den  Sieg  endgültig  verlorenging,
  die  Übermacht  der  Feinde  immer  schwerer  auf
uns  drückte  und  die  Widerstandskraft  von  Heer  und  Volk
bedrohliche  Zeichen  des  Verfalls  verriet.

Ich  hatte  in  Spa  am  I5.  August  eine  Unterhaltung  mit
dem  Feldmarschall  von  Hindenburg  und  im  Anschluß
daran  eine  lange  Aussprache  mit  dem  General  Ludendorff.
Die  unmittelbare  Gefahr  der  Katastrophe,  die  aus  der
schweren  Niederlage  des  8.  August  zu  erwachsen  drohte,
war  fürs  nächste  abgewehrt.  Der  beginnenden  Desorganisation
  unserer  Verbände  war  Einhalt  geboten,  unsere
Truppen  standen  wieder,  und  die  Oberste  Heeresleitung
hatte  die  Zügel  wieder  in  die  Hand  bekommen.  Aber
die  Generale  rechneten  mit  neuen  schweren  ÄAnstürmen
der  Feinde  und  vermochten  diesen  nicht  die  alte  Zuversicht
  gegenüberzustellen.  Weitere  Rückwärtsbewegungen
waren  notwendig,  um  eine  einigermaßen  gesicherte  Verteidigungsfront
  wiederherzustellen,  Rückwärtsbewegungen

sa.  499