Aufgabe  der  Siegfriedstellung

Kämpfe  um  die  Siegfriedstellung  in  ihrer  ganzen  Ausdehnung
  zwischen  Cambrai  und  La  Fere.  In  immer
wiederholtem  Ansturm  trieben  Engländer  und  Franzosen,
verstärkt  durch  amerikanische  Truppenteile,  ihre  von
ungezählten  Tanks  und  Kampftlugzeugen  begleiteten
Massen  gegen  unsere  Linien  vor.  In  dem  ununterbrochenen
Ringen,  bei  dem  der  Feind  immer  wieder  frische  Reserven
einsetzen  konnte,  erlahmte  allmählich  die  Widerstandskraft
  der  Verteidiger.  In  den  letzten  Tagen  des  September
erzielte  der  Feind  den  entscheidenden  Erfolg:  es  gelang
ihm,  unmittelbar  südlich  von  Cambrai  und  nördlich  von
St.Quentin  den  Scheldekanal  zu  forcieren  und  damit  schwere
Breschen  in  unsere  Stellung  zu  schlagen.  St.Quentin  wurde
in  der  Nacht  zum  ı.  Oktober  geräumt.  In  den  folgenden
Tagen  erweiterten  die  Engländer  den  Einbruch  durch  neue
wuchtige  Vorstöße  in  Richtung  Le  Cateau.  Sie  durchbrachen
  das  ganze  ausgebaute  Stellungssystem  und  gewannen
  das  freie  Feld.  So  wurde  in  zwei  Wochen  der
schwersten  Kämpfe  das  Hauptstück  unserer  Westfront,
die  Siegfriedstellung,  zerbrochen,  die  während  des  ganzen
Jahres  1917  allen  feindlichen  Anstürmen  getrotzt  hatte.

Als  dieses  Ringen  um  unsere  Zentralstellung  seinen  Höhepunkt
  noch  nicht  erreicht  hatte,  holten  unsere  Feinde  zu
Flügelangriffen  größten  Stiles  aus.  Am  26.  September  kam
die  ganze  Front  zwischen  Reims  und  der  Mosel  in  Bewegung.
  Der  Schwerpunkt  des  Angriffs  lag  an  der  alten
Champagnefront  in  der  Gegend  Somme-Py  bis  Tahure

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