Neue  Frontverkürzungen  erzwungen

Konzentration  nachrückwärtsnotwendig.  Diese  wurdeinden
ersten  drei  Oktoberwochen  Schritt  für  Schritt  durchgeführt.

Zunächst  wurde  der  infolge  des  Einbruchs  im  Ypernbogen
  im  Norden  und  in  der  Gegend  Cambrai  im  Süden
weit  vorspringende  Bogen  Armentieres-Lens  in  der  Nacht
zum  2.  Oktober  geräumt  und  unsere  Front  in  jener  Gegend
hart  an  Lille  herangelegt.  Dann  wurden  vom  3.'Oktober
ab  unsere  Stellungen  bei  Reims,  in  der  Champagne,  am
Damenwege,  bei  La  Fere  und  Laon  zurückgenommen.  Um
den  9.  Oktober  wurde  das  zur  Deckung  der  Rückwärtsbewegung
  lange  zäh  verteidigte  Cambrai  geräumt  und  unsere
Front  auf  Le  Cateau  zurückgelegt.  Nachdem  Engländer
und  Belgier  um  die  Mitte  des  Oktober  ihre  Angriffe  östlich
Ypern  erneut  aufgenommen  und  über  Roussellaere  hinaus
vorgestoßen  waren,  wurde  in  den  folgenden  Tagen  die  seit
längerer  Zeit  vorbereitete  Räumung  sowohl  des  flandrischen
Küstengebietes  mit  Ostende,  Zeebrügge  und  Brügge,  als
auch  des  Gebietes  von  Lille  und  Douai  durchgeführt.  Um
den  20.  Oktober  verlief  unsere  Front  von  Ecloo  an  der  belgisch-holländischen
  Grenze  in  südlicher  Richtung  über  Tournai,
  Valenciennes,  Le  Cateau,  dann  in  flachem  Bogen  nach
Rethel,  von  da  östlich  mit  leichter  Abbiegung  nach  Süden
über  Vouziers  nach  Sivry  an  der  Maas,  um  schließlich  nach
Südosten  an  Verdun  vorbei  in  der  Gegend  von  Pont-a-Mousson
  Anschluß  an  unscre  alte  Vogesenlinie  zu  gewinnen.

In  diesem  gegenüber  der  alten  Front  stark  verkürzten
flachen  Bogen  kam  die  Bewegung  zu  einer  Ruhepause.

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