Die  Entscheidung

besetzten  die  Engländer  ohne  Kampf  Aleppo  und  durchschnitten
  damit  die  einzige  Eisenbahnverbindung  zwischen
Kleinasien  und  Mesopotamien.  Auch  die  in  Mesopotamien
stehenden  türkischen  Truppen  erlitten  gleichzeitig  eine
vernichtende  Niederlage.

Unter  der  Wirkung  der  Katastrophe  war  schon  am
9.  Oktober  der  deutschfreundliche  Großwesir  Talaat
Pascha  mit  seinem  Kabinett  zurückgetreten  und  hatte
dadurch  den  Weg  für  Verhandlungen  mit  der  Entente
freigemacht.

Der  österreichisch-ungarische  Friedensschritt

Unser  nächster  und  stärkster  Bundesgenosse,  Österreich-Ungarn,
  hatte  in  den  schicksalsschweren  Wochen  des
August  und  September  an  seiner  einzigen  Front,  der
venezianischen,  keine  Großkämpfe  zu  bestehen.  Zwar
griffen  die  Italiener  immer  wieder  sowohl  an  der  Gebirgsfront
  als  am  Piave  an,  ohne  jedoch  ihren  Vorstößen
einen  besonderen  Nachdruck  zu  geben.  Die  österreichischungarische
  Armee  stand  seit  ihrer  verunglückten  Piave-Offensive
  auf  dem  Ostufer  des  Flusses  in  guten  Stellungen
und  konnte  —  ebenso  wie  dies  seitens  der  Italiener  geschah
—  einzelne  Verbände  für  den  westlichen  Kriegsschauplatz
abgeben.  Dort  haben  sich  österreichisch-ungarische  Regimenter
  namentlich  in  den  Kämpfen  vom  12.  September
um  den  Stellungskeil  bei  St.  Mihiel  ausgezeichnet.

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