Die  österreichisch-ungarische  Triedensnote

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erträglichere  Form  zu  geben.  Man  geht  wohl  nicht  fehl
in  der  Annahme,  daß  der  von  uns  bei  dem  Abschluß
der  Zusatzverträge  mit  Rußland  gezeigte  Mangel  an
Rücksicht  auf  unsere  österreichisch-ungarischen  Bundesgenossen
  nicht  ganz  ohne  Rückwirkung  auf  das  Verhalten
  der  Wiener  Regierung  uns  gegenüber  in  dieser
Frage  geblieben  ist.  Am  6.  September  war  der  Austausch
der  Ratifikationen  der  Zusatzverträge  über  die  Wiener
Vorstellungen  hinaus  erfolgt;  am  14.  September  ließ  Graf
Burlan  seine  Note  ergehen.

In  Berlin  hatten  sich  einige  Tage  vor  der  Veröffentlichung
  der  Burianschen  Note  die  Führer  der  Mehrheitsparteien
  erneut  zu  interfraktionellen  Besprechungen  zusammengefunden.
  Es  wehte  wieder  einmal  ausgesprochene
Krisenluft.  Außerhalb  des  Zentrums  war  die  Empfindung,
daß  die  Regierung  des  Grafen  Hertling  der  schwierigen
Lage  des  Reiches  nicht  gewachsen  sei,  wohl  allgemein.
Im  Zentrum  selbst  hatte  Graf  Hertling  nach  wie  vor
einen  starken  Rückhalt;  aber  der  Einfluß  der  Erzbergerschen
  Gegenarbeit  war  doch  auch  hier  unverkennbar.  In
diese  Krisenstimmung  hinein  fiel  die  Buriansche  Note.
Die  Parteiführer  wurden,  noch  ehe  die  Note  in  den  deutschen
  Blättern  zur  Veröffentlichung  freigegeben  wurde,
am  Abend  des  14.  September  nach  dem  Auswärtigen  Amt
eingeladen,  wo  der  Staatssekretär  von  Hintze  ihnen  vom
Text  der  Note  Kenntnis  gab  und  sie  zu  beruhigen

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