Die  Entscheidung

hatten,  war  auf  das  schwerste  erschüttert  und  drohte
zusammenzubrechen.  Dazu  kam  der  Abfall  Bulgariens,
der  den  Zusammenbruch  der  Türkei  beschleunigen  mußte,
und  die  zweifelhafte  Haltung  Österreich-Ungarns.

Die  Heeresleitung  stand  vor  denschwersten  Entschlüssen.
Sie  stand  gleichzeitig  vor  der  Frage,  ob  dıe  Fortsetzung
eines  nicht  mehr  zu  gewinnenden  Krieges  noch  zu  verantworten
  sei  und  ob  die  Lage  nicht  dazu  zwinge,  die
sofortige  Herbeiführung  des  Friedens  selbst  unter  großen
Opfern  zu  versuchen.

Die  ersten  Hinweise  der  Obersten  Heeresleitung  auf
die  Notwendigkeit  politischen  Handelns  zur  Herbeiführung
des  Friedens  gehen,  wie  ich  oben  dargestellt  habe,  auf
den  Monat  Juni  1918  zurück.  Sie  hatten  leider  nur  die
Wirkung  gehabt,  daB  Heır  von  Kühlmann  von  der  Tribüne
des  Reichstags  herab  erklärte,  der  Krieg  könne  rein
militärisch  nicht  zu  Ende  gebracht:  werden.  Zum  zweitenmal
  hatte  die  Oberste  Heeresleitung  bei  den  Besprechungen
im  Großen  Hauptquartier  Mitte  August  auf  den  Ernst  der
militärischen  Lage  hingewiesen  und  die  Aussichtslosigkeit
einer  rein  mllitärischen  Beendigung  des  Krieges  betont.  Es
ist  mir  nicht  bekannt,  was  darauf  unsere  politische  Leitung
zur  Herbeiführung  eines  Friedens  getan  hat,  der  allerdings
auch  damals  schon,  wie  überhaupt  während  des  ganzen
Krieges,  nur  um  den  Preis  empfindlicher  Zugeständnisse
unsererseits,  namentlich  in  der  elsaß-lothringischen  Frage,
zu  haben  gewesen  wäre.  Auch  für  den  Nahestehenden  trat

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