Die  Oberste  Heeresleitung  für  Waffenstillstandsverhandlungen

sichtbar  nur  in  Erscheinung  die  Forcierung  der  Zusatzverträge
  zum  DBrester  Frieden,  damit  verbunden  die
Markierung  unseres  guten  Verhältnisses  zur  Bolschewikiregierung
  und  die  Belastung  unseres  Bundesverhältnisses
zu  Österreich-Ungarn  und  der  Türkei.  Auch  das  Weißbuch
über  die  Vorgeschichte  des  Waffenstillstands  gibt  keinen
genauen  Aufschluß.  Unter  dem  österreichischen  Druck
und  angesichts  der  imıner  bedenklicher  werdenden  militärischen
  Lage  wurde  am  ıı.  September  im  Großen  Hauptquartier
  die  sofortige  Einleitung  einer  Friedensdemarche
bei  einer  neutralen  Macht  beschlossen.  Es  wurde  der
Versuch  gemacht,  Österreich-Ungarn  und  die  anderen
Bundesgenossen  zum  Anschluß  an  einen  solchen  Schritt
zu  gewinnen.  Dicser  Versuch  wurde  durch  den  österreichisch-ungarischen
  Sonderschritt  vom  14.  September
erledigt.

Nun  waren  seit  jener  Besprechung  am  13.  und  14.  August
sechs  schwere  Wochen  in  die  Welt  gegangen;  wir  waren
militärisch  und  politisch  an  den  Rand  des  Abgrundes
gedrängt.  In  dieser  Lage  trug  General  Ludendorff  am
28.  September  dem  Feldmarschall  von  Hindenburg  vor,
daß  der  Zeitpunkt  gekommen  sei,  an  die  Reichsregierung
die  Forderung  zu  stellen,  in  sofortige  Friedensverhandlungen
  einzutreten  und  zu  diesem  Zweck  der  Entente
einen  Waffenstillstand  vorzuschlagen.

Als  Graf  Hertling  und  die  Staatssekretäre  Graf  Roedern
und  von  Hintze  am  29.  September  im  Großen  Hauptquartier

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