Die  Entscheidung

Verachtung  des  kämpfenden  und  arbeitenden  Volkes
preisgegeben.“

Auch  der  Führer  der  Sozialdemokraten,  Herr  Ebert,
bekannte  sich  in  der  gleichen  Reichstagssitzung  angesichts
  der  Möglichkeit,  daß  ‚die  Herrschenden  der  feindlichen
  Länder  uns  einen  bedingungslosen  Frieden  aufzwingen
  wollten‘,  zu  der  „Politik  der  Landesverteidigung,
heute,  wie  am  4.  August  IQI4,  getreu  uns  selbst,  getreu
unserem  Volke  und  seiner  Zukunft“

Aber  hinter  diesen  Worten  des  Kanzlers  und  des  Sozialistenführers
  wie  hinter  ähnlichen  \Vorten  der  anderen
Mehrheitsparteiler  stand  keine  Kraft  und  keine  Tat.  Alle
die  wunderbaren  Volkskräfte,  die  nach  den  Worten  der
„Frankfurter  Zeitung‘  durch  die  demokratischen  Reformen
  entfesselt  werden  sollten,  entfesselt  zur  Rettung  des
Vaterlandes,  blieben  ungenutzt.  Die  neue  Volksregierung
tat  nichts,  um  das  Volk  aufzurütteln,  nichts,  um  das  Volk
zur  Verteidigung  seiner  höchsten  Güter  zu  führen.  Im
Gegenteil!  Die  neuen  Herren  wendeten  ıhr  ganzes  Interesse
den  „inneren  Reformen“  zu,  und  die  Leitung  unserer  auswärtigen
  Politik  tat  das  Schlimmste,  was  sie  tun  konnte:
in  einer  Lage,  in  der  nur  eine  rasche  Entscheidung  uns
die  Möglichkeit  wahren  konnte,  Volk  und  Heer  zusammenzuhalten
  und  zu  einem  letzten  Kampf  um  Freiheit  und
Dasein  zu  entflammen,  setzte  sie  Volk  und  Heer  fünf
lange  Wochen  hindurch  der  Zermürbung  aus,  indem  sie  mit
Wilson  einen  Notenaustausch  führte,  der  an  Kläglichkeit

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