Die  Entscheidung

des  eigenen  Landes  gelenkt  worden.  Diese  verhängnisvolle
Stimmung  wurde  dadurch  noch  gesteigert,  daß  gewissenlose
  Agitatoren  und  verblendete  Flagellanten  das  Gift
des  Zweifels  an  der  Reinheit  und  Gercchtigkeit  unserer
Sache  in  die  Herzen  des  Volkes  träufelten.  In  Handzetteln
und  Flugblättern,  ın  durchsichtigen  Andeutungen  und  allmählich
  auch  in  offener  Rede  wurde  die  deutsche  Regierung
und  wurde  vor  allem  der  Kaiser  beschuldigt,  den  Krieg
herbeigeführt  zu  haben.  Der  Elende,  der  bald  nach  Kriegsbeginn
  in  feiger  Anonymität  und  im  sicheren  Schutz  eines
neutralen  Landes  mit  seinem  ‚J’accuse‘‘  als  falscher  Ankläger
  gegen  das  eigene  Vaterland  aufgetrefen  war,  fand
immer  mehr  Nachahmer  und  Gläubige.

Das  alles  erzeugte  den  verhängnisvollen  Wahn,  daß
wir  uns  nur  zur  deutschen  ‚Schuld‘  zu  bekennen,  die  Hand
gegen  die  „Schuldigen“  zu  erheben  und  die  Waffen  niederzulegen
  brauchten,  um  unsere  Feinde  zu  versöhnen  und
einen  gerechten  Frieden  herbeizuführen.

Die  feindlichen  Staatsmänner  und  die  feindliche  Presse
wußten  diesen  Wahn  vortrefflich  zu  nähren  und  zu  züchten.
  Vor  allem  waren  die  Worte  des  Präsidenten  Wilson
raffiniert  darauf  berechnet,  das  deutsche  Volk  gegen  seine
„Machthaber“  aufzureizen  und  ihm  den  Frieden  der
Völkerversöhnung  zu  verheißen,  wenn  es  sich  nur  seiner
„militärischen  Herren  und  monarchischen  Autokraten‘“
entledigen,  seine  Waffen  niederlegen  und  seine  Sache  vertrauensvoll
  dem  hohen  Gerechtigkeitssinn  seiner  Feinde

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