Der  Waffenstillstand

Kriegsflotte  einschließlich  sämtlicher  U-Boote,  und  die
Desarmierung  des  uns  zunächst  belassenen  Restes  von
Kriegsschiffen;  außerdem  die  Auslieferung  eines  ansehnlichen
  Teiles  unseres  Bestandes  an  Lokomotiven,  Güterwagen
  und  Lastautomobilen.  Dabei  wurde  die  gegen
Deutschland  verfügte  Handels-  und  Hungerblockade  aufrechterhalten
  und  die  Versorgung  Deutschlands  mit
Lebensmitteln  während  des  Waffenstillstandes  ‚in  dem
für  notwendig  erachteten  Maße“  ın  die  Hände  unserer
Feinde  gelegt.

Was  von  uns  verlangt  wurde,  war  nichts  anderes  als
eine  bedingungslose  Unterwerfung.  Der  Ausbruch  der
Revolution,  die  Entthronung  des  Kaisers  und  die  Beseitigung
  der  Hohenzollerndynastie  haben  uns  weder  damals
noch  späterhin  die  von  unseren  Pazifisten  und  Illusionisten
erhofften  Milderungen  gebracht.

Die  erste  Tat  des  ‚Rates  der  Volksbeauftragten‘  war
ein  offenes  Telegramm  an  die  deutsche  Waffenstillstandsdelegation,
  daB  die  Bedingungen  des  Marschalls  Foch
anzunehmen  seien.

Um  die  Mittagszeit  des  ıı.  November  ıgı8  trat  der
Waffenstillstand  ın  Kraft.  Die  Geschütze,  die  bis  zum
letzten  Augenblick  mit  ungeschwächter  Wut  ıhr  Vernichtungswerk
  verrichtet  hatten,  verstummten  auf  allen
Fronten.  Der  größte  und  blutigste  Krieg  der  Weltgeschichte
war  zu  Ende,

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