Nachtrag

und  Graf  Czernin  sagen  aus,  daß  durch  die  Erzbergersche
Indiskretion  der  Geheimbericht  zur  Kenntnis  unserer
Feinde  kam.  Mit  Recht  sagt  Graf  Czernin:

„Ein  jeder,  der  meinen  Bericht  liest,  kann  sich  eine  Vorstellung
  von  den  Folgen  machen.“

Die  Folgen  waren  handgreiflich.

Die  durch  die  Kenntnis  des  Czerninschen  Geheimberichts
verstärkte  Wirkung  der  Erzbergerschen  Aktion  im  deutschen
  Reichstag  war,  daß  bei  unsern  Feinden  die  Überzeugung
  hervorgerufen  wurde,  die  Zentralmächte  ständen
unmittelbar  vor  dem  inneren  Zusammenbruch.  Man  habe
es  infolgedessen  nicht  mehr  nötig,  mit  ihnen  zu  verhandeln,
der  volle  Sieg  werde  der  Entente  in  kurzer  Zeit  als  reife
Frucht  in  den  Schoß  fallen.

Unter  diesen  Umständen  unterblieb  die  Romreise
der  Herren  Lloyd  George  und  Ribot,  und  es  folgten  unmittelbar
  auf  die  Friedensresolution  des  Reichstags  die
oben  (S.  147  und  148)  aufgezählten  Erklärungen  der
Ententeminister,  die  jeden  Verständigungsfrieden  auf
Grund  des  Besitzstandes  vor  dem  Krieg  weit  von  sich
wiesen.

Die  neu  bekanntgewordenen  Tatsachen  haben  also  die
Auffassung  bestätigt,  daB  die  Aktion  des  Herrn  Erzberger
im  Sommer  1917  die  damals  aufkeimende  Friedensgeneigtheit
  unserer  westlichen  Feinde  zerstörte  und  in  ihr  Gegenteil,
  in  den  entschlossenen  Willen  zum  Durchkämpfen  des
Krieges,  verkehrte.

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