Nachtrag

BEI,

des  Papstes  und  kann  nur  ım  Zusammenhang  mit  der
päpstlichen  Friedensaktion  betrachtet  und  verstanden
werden.

Die  Anfänge  der  päpstlichen  Friedensaktion  reichen  in
den  Monat  Juni  1917  zurück.  Die  Seite  147  von  mir
erwähnten  Besprechungen  des  apostolischen  Nuntius  Pacellı
mit  dem  Reichskanzler  von  Bethmann  Hollweg,  denen
eine  Audienz  des  Nuntius  beim  Kaiser  im  Großen  Hauptquartier
  folgte,  dienten  offensichtlich  dem  Zweck,  den
Boden  für  die  damals  schon  geplante  päpstliche  Friedensaktion
  zu  sondieren.  Es  kann  nicht  zweifelhaft  sein,
daß  um  die  gleiche  Zeit  ähnliche  Sondierungen  von  vatikanischer
  Seite  auch  bei  unsern  Gegnern  vorgenommen
wurden.

Das  Ergebnis  seiner  Sondierung  bei  den  für  die  deutsche
Politik  maßgebenden  Männern  beurteilte  der  Nuntius
Pacelli  günstig;  er  selbst  hat  sich  mir  gegenüber,  wie  oben
(S.  147)  erwähnt,  in  hohem  Maße  befriedigt  über  seine
Unterhaltungen  mit  Herrn  von  Bethmann  ausgesprochen
und  hat  späterhin,  wie  gleichfalls  oben  (S.  149)  erwähnt,
sich  dahin  geäußert,  daß  ohne  den  —  durch  die  Erzbergersche
  Aktion  herbeigeführten  —  Abgang  des  Herrn  von
Bethmann  die  Friedensaussichten  gute  gewesen  seien,

Es  ist  anzunehmen,  daß  auch  die  Sondierungen  des
Vatikans  bei  unsern  Gegnern  damals  ein  günstiges  Ergebnis
  hatten;  andernfalls  wäre  der  päpstliche  Friedensschritt
  wohl  unterblieben.  Es  deckt  sich  auch  ganz  mit