Nachtrag

höfliche  Form  gekleidete  Ablehnung  einer  Beantwortung
der  päpstlichen  Friedensnote  unter  dem  durchsichtigen
Vorwand,  daß  die  Alliierten  ja  ihre  Kriegsziele  bereits  in
ihrer  Antwortnote  vom  Io.  Januar  19I7  an  den  Präsidenten
  Wilson  (Band  II,  S.  375—378)  niedergelegt  hätten,
von  Deutschland  aber  äquivalente  Erklärungen  bisher
nicht  erfolgt  seien.  Allein  schon  der  Hinweis  auf  jene  Antwortnote
  an  den  Präsidenten  Wilson,  die  den  Versailler
Vertrag  bereits  in  nuce  enthielt  —  mitsamt  dem  Schuldbekenntnis
  Deutschlands  und  mitsamt  der  Weigerung,
mit  Deutschland  auf  gleichem  Fuß  zu  verkehren  —,,  stellt
den  Charakter  der  Depesche  außer  Zweifel.

Gerade  weil  die  Depesche  diesen  Sinn  hatte,  sprach  die
französische  Regierung  den  Wunsch  aus,  sich  gegenüber
dem  Vatikan  den  in  der  Depesche  enthaltenen  Gesichtspunkten
  anschließen  zu  dürfen.  Auch  hiervon  wurde  der
Graf  Salis  benachrichtigt.

Der  Papst  und  sein  Kardinalstaatssekretär,  geleitet
von  dem  brennenden  Wunsch,  der  Welt  zum  Frieden  zu
verhelfen,  sahen  die  Depesche,  die  der  britische  Gesandte
dem  Kardinalstaatssekretär  vorzeigte,  mit  andern  Augen
an.  Sie  wollten  in  dem  Hinweis  auf  Belgien,  der  bestimmt
war,  die  Anklage  gegen  Deutschland  besonders  zu  unterstreichen,
  eine  Möglichkeit  der  Anknüpfung  sehen.  Der
Kardinalstaatssekretär  erbat  sich  von  dem  britischen
Gesandten  das  DechifirE  des  Telegramms,  und  der
Gesandte  überließ  es  ihm,  nachdem  er,  wie  italienische

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