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ten  eine  solche  von  40  Millionen  Tonnen  gegenüber.  Endlich  darf

bei  einem  Krieg,  in  dem  die  zur  Verfügung  stebenden  Menschenmassen

  so  schwer  ins  Gewicht  fallen,  die  militärische  Bedeutung  eines

Landes  von  100,  Millionen  Einwohnern,  die  einer  kultivierten  und

kräftigen  Nasse  angehören,  nicht  außer  Acht  gelassen  werden.  Das

englische  Beispiel  im  gegenwärtigen  Krieg,  wie  auch  der  Union  selbst

im  Bürgerkrieg  zeigt,  was  auch  aus  solchen  ungeschulten  Kräften  im

Ernstfall  berausgeholt  werden  kann.

Das  habe  ich  damals  im  Anschluß  an  die  Dlesser  Beratung  in  einer
Niederschrift  an  die  Oberste  Heeresleitung  festgelegt.

In  gleichem  Sinne  habe  ich  im  Oktober  des  Jahres  1916  vor  dem
Haupcausschuß  des  Reichstages  gesprochen:  ich  habe  im  Anschluß  daran
auch  die  Möglichkeit  amerikanischer  Truppentrans.
porte  gestreift  und  dabei  ausgeführt:

Gewiß,  der  Transport  von  einer  Million  Mann  macht  ungeheure
  Schwierigkeiten.  Das  gibt  uns  einen  Vorsprung.  Ob  dieser
Vorsprung  bei  einem  Krieg  mit  Amerika  ausreicht,  wenn  wir  nicht
England  in  kurzer  Zeit  zum  Frieden  zwingen  können,  bleibt  offen.
Mein  Optimismus  geht  jedenfalls  nicht  so  weit,  zu  bezweifeln,  daß
Amerika  im  Kriegsfalle  beträchtliche  Mengen  von  Truppen  herüberschaffen
  kann,  auch  wenn  wir  manchen  Transportdampfer  versenken.
In  Saloniki  sollen  noch  400  000  Mann  und  mehr  sehen.  Diese
ganze  Armce  ist  antranspoctiert  worden  und  erhält  ihren  Rachschub
an  Ersatz,  Munition  und  DProviant,  troydem  unsere  U-Boote  ihre
Tätigkeit  im  Mittelmeer  ausülben.  Die  Tiuwpentransportdampfer
werden  eben  auf  ihrer  Fahrt  viel  besser  gesichert  als  andere  Dampfer.
Ich  habe  also  die  Gefahr  eines  Krieges  mit  Amerikoa  ge—

wiß  micht  gering  eingeschätzt.  Ich  habe  damals  dem  Hauptausschuß  des
Reichstages  die  Worte  zugerufen,  die  vorhin  der  Herr  Berichterstatter
zitiert  hat:
Wenn  die  Karte  des  rückfichtslosen  A.  Booe  Krieges  ausgespielt  wird
und  sie  sticht  nicht,  dann  sind  wir  verloren,  dann  sind  wir  auf  Jahrhunderte
  hinaus  verloren.
Ich  habe  hinzugefügt:
Wenn  die  Neutralität  in  diesem  Kriege  überhaupt  aufhört,  dann
lann  dasjenige,  was  heute  die  Entente  träumt,  Wirklichkeit  werden,
nämlich  der  Wirrschaftskrieg  nach  dem  Krieg;  dann  können  wir  noch
für  Jahre  der  boykottierte  Hund  sein,  dem  kein  Mensch  auf  der  ganzen
  Welt  noch  ein  Stück  Brot  gibt.
Ich  habe  immer  und  immer  wieder  auf  diese  Gesichtspunkte  bingewiesen.
Man  wurde  darüber  im  Hauptausschuß  etwas  ungeduldig,  und  dieser  Ungeduld
  habe  ich  entgegengehalten:
Wir  wollen  doch  hier  Uar  sehen,  wir  wollen  doch  genau  wissen.
wie  die  Dinge  liegen;  und  sollte  der  A-Boot-Krieg  gemacht  werden,
dann  darf  niemand  da  sein,  der  nachher,  wenn  die  Sache  etwa  schief
geht,  sagen  kann:  ja,  wenn  man  dieses  oder  jenes  uns  gesagt  hätte,
wenn  diejenigen,  die  an  verantwortlicher  Stelle  stehen,  auf  dies  und
jenes  hingewiesen  hättenl
—  Sie  sehen  daraus,  meine  Damen  und  Herren,  daß  ich  diesen  Unterausschuß
  und  gewisse  Reden,  die  wir  hier  bisber  gehört  baben,  geradezu
voraussgeabnt  habe.