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damaligen  #W#Boot-Krieges  schienen  mir  das  Risiko  eines  Bruches  mit
Amerika  nicht  zu  rechtfertigen.  Als  Präsident  Wilson  Ende  Juli  eine
Wiederholung  von  Handlungen  deutscher  A-Boote,  die  eine  Werletzung  der
Rechte  amerikanischer  Bürger  darstellen,  als  eine  „vorsätzlich  unfreundliche
Handlung“  bezeichnete  —  eine  sehr  Deutliche  Drohung  ,  gleichzeitig  aber
eine  Kooperation  zur  Wiederherstellung  der  Freiheit  der  Meere  noch  wäh
rend  des  Krieges,  gegen  wen  es  auch  sei,  anbot,  vertrat  ich  die  Mei
nung,  daß  der  Versuch  gemacht  werden  müsse,  durch  Ergreifen  und  Festhalten
  der  —  sei  es  ehrlich,  sei  es  zum  Schein  —  dargebotenen  Hand
eine  klare  Situation  zu  schaffen.  Das  schien  mir  möglich  durch  eine  zeilweise
  Zurückstellung  des  A-Boot-  Krieges,  von  dem  ich,  wie  gesagt,  erheb
liche  Resultate  nach  den  bis  dahin  vorliegenden  Ergebnissen  ohnedies  nicht
erwarten  koote.  6

Ehe  es  jedoch  über  diese  Frage  zu  einer  Entscheidung  kam,  wurde
nach  der  „Lusitania“  die  „Arabic“  versenkt,  und  dabei  sind  abermals
amerikanische  Staatsangehörige  ums  Leben  gekommen.  Tatsächlich  war,
und  zwar  zum  Teil  schon  vor  der  Versenkung  der  „Arabic“,  der  AU-Boot-Krieg
  damals  erheblich  eingeschränkt  worden,  insofern  als  Anweisung  gegeben
  wurde,  das  Passagierschiffe,  sogenannte  liners“,  nur  nach  voran-Legangener
  Warnung  und  Nettung.  der  Nichtkombattanten  versenkt  werden
sellten.  Die  Voraussetzung  für  die  von  Wilson  angebotene  Kooperation

zur  Wiederherstellung  der  Freiheit  der  Meere  dar  damit,  wenn  auf  der
#nderen  Seite  der  gute  Wille  vorlag,  gegeben.

Der  Dräsident  Wilson  hat  dann  auch  im  November  1915  eine  sehr
ausführlich  und  stellenweise  sehr  scharf  gehaltene  Note  an  England  richten
lassen,  eine  Note,  in  der  er  erklärte,  daß  die  Vereinigten  Staaten  „ohne
Jaudern  die  Aufgabe  der  WVorkämpferschaft  für  die  Rechte  der  Neutralen
Übernehmen  und  der  Erfüllung  dieser  Aufgabe  ihre  ganze  Energie  zuzuwenden
  entschlossen  seien"“.  Sie  sehen,  die  Worte  klingen  sehr  stark.  Aber
die  Drohung,  die  uns  gegenüber  immer  wieder  auftauchte,  die  Drohung,
daß  man  irgendwelche  Lerdlungen  unsererseits  als  „unfreundliche  Handlungen“
  ansehen  werde  oder  die  diplomatischen  Beziehungen  abbrechen
werde,  —  eine  solche  Drohung  finden  Sie  auch  in  dieser  sich  so  fark
gebenden  Note  nicht.

Immerhin,  es  konnte  damals  scheinen,  als  ob  die  Regierung  der
Vereinigten  Staaten  tatsächlich  diesen  Weg,  endlich  einmal  nicht  nur  dem
Völkerrecht  im  allgemeinen,  sondern  auch  ihren  eigenen  Rechten  und  Interessen
  gegenüber  der  Entente  Geltung  zu  verschaffen,  betreten  wollte.  Dafür
  sprach,  daß  am  18.  Januar  1916  der  Staatssekretär  Lan  sing  ,  der
Leiter  der  amerikanischen  auswärtigen  Dolitik,  an  die  Vertreter  der
Ententemächte  in  Washington  jenes  neulich  hier  bereits  erwähnte  Schreiben
richtete,  in  dem  er  den  Vorschlag  machte,  die  A-Boote  sollten  sich  auf  die
Formen  des  Kreuzerkriegs  beschränken,  dafür  aber  sollten  die  Kauffahrtei
schiffe  der  kriegführenden  Staaten  von  jeder  Bewaffnung  absehen.  Lanfing
fügte  damals  binzu,  seine  Regierung  ziehe  ernstlich  in  Betracht,  künftighin
bewaffnete  Handeslsschiffe  als  Hilfskreuzer  zu  behandeln.

Neine  Damen  und  Herren!  Dieser  Vorschlag  war  von  einer  eminen
ten  Wichtigkeit.  Die  Durchführung  dieses  Vorschlages  hätte  anseren
U  Boot  ·  Krieg  auf  eine  gans  neue,  durchaus  annehmbare  Grundlage  gestellt.
auf  eine  Grundla  ie  eine  dem  Charakter  der  U.Boot-Waffe  angepaßte
  wirksame  gnge  eern  gestattet  bätte,  und  auf  eine  Grundlage,  die
vor  allem  weitere  Reibungen  mit  den  Vereinigteg  Staaten  nach  menschlichem
  Ermessen  ausgeschaltet  baben  witrde.  Das  rPn  die  gar  nicht  boch