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neuen  Hindernis  die  Rede,  und  in  demselben  Telegramm  wird  weiter
Gesagt:
Wilson  zögert  noch,  weil  Staatsdepartement  eine  Ablehnung  seitens

unserer  Feinde  erwartet.

Am  Tage  darauf,  am  26.  November,  schickte  der  Staatssekretär  Z  ##m
mermann  das  hier  vielbesprochene  Telegramm,  in  dem  er  mitteilte,
daß  wir  die  Friedensaktion  Wilsons  unserer  eigenen  Aktion  an  sich  vorziehen
  würden;  er  fügte  aber  hinzu:  Hierfür  sei  es  jedoch  unbedingt  erwünche,
  daß  Wilson  sich  zu  baldigem  Handeln  ertschließe.  Ein
Hinziehen  bis  Neujahr  hat  Zimmermann  mit  ausführlicher  Begründung  als
ummmich  bezeichnet.

Das  war  am  16.  November.  Am  7.  Dezember  berichtete  Graf
Bernstorff:  Für  die  Friedensaktion  sei  alles  vorbereitet,  doch  bleibe  es
bei  dem  unbeständigen  Herrn  Wilson  noch  immer  zweifelhaft,  wann  er  damit
  herauskommen  werde.

Seit  dem  11.  April,  also  seit  nahezu  acht  Monaten,  war  die  Reichsleitung
  in  Washington  immer  und  immer  wieder  vertröstet  worden.  Auch
Anfang  Dezember  bestand  noch  keinerlei  Sicherheit,  ob  und  wann  Herr
Wilson  vorgehen  werde.  Graf  Bernstorff  hat  noch  in  einem  Berichte  vom
14.  Januar,  also  als  die  Dinge  bereits  über  den  Jahreswechsel  hinausgerollt
  waren,  sich  dahin  ausgesprochen,  Wilsons  Friedensnote
wäre  wohl  auch  ohne  unser  Vuorgehen  zu  Weihnachten  abgeschickt
worden,  „obgleich  dies  bei  dem  zaudernden  Naturell  des  Herrn  Wilson,
der  alle  Fragen  gern  dilatorisch  behandelt,  nicht  so  unbedingt  sicher  ist“.
Also  am  14.  Januar  1917  hat  Graf  Gernstorff  immer  noch  Zweifel  daran
gehabt,  ob  Wilson  ohne  unseren  Friedensvorschlag  zu  GWeihnachten  und
ver  Neujahr  herausgekommen  wäre.  Einer  der  Sachverständigen,  Herr
Drofessor  Bonn,  hat  in  seinem  Buche  „Amerika  als  Feind“  gesagt:

Das  deutsche  Friedensangebot  hatte  nicht  nur  den  DPräsidenten  zu

schnellem  Handeln  gezwungen  —
usw.,  zu  schnellem  Handeln  nach  acht  Monaten!  Also  auch  Professor  Bonm,
der  hier  schreibt,  daß  unser  Friedensangebot  den  Präsidenten  zu  „schnellem
Handeln“  gezwungen  habe,  scheint  bei  der  Abfassung  seines  BZuches  der
Ansicht  gewesen  zu  sein,  daß  vor  unserem  Friedensappell  und  ohne  unseren
  Friedensappell  das,  was  er  ein  schnelles  Handeln  nennt,  von  Herrn
(Wilson  nicht  so  unbedingt  sicher  zu  erwarten  gewesen  wäre.

Der  Eindruck,  daß  Herr  Wilson  in  der  Tat  noch  Anfang  Dezember
gänzlich  unentschlossen  war,  wird  bestätigt  durch  das,  was  Herr  Gerard
—  nun  kommt  die  amerikanische  Seite  —  in  seinem  Buche  berichtet,  das,
wie  ich  annehme,  den  Mitgliedern  der  hohen  Kommission  bekannt  ist;  es
ist  sehr  wichtig  für  die  Beurteilung  dieser  Frage.  Es  ist  allerdings  in
manchen  Punkten  cum  grano  galis  zu  nehmen  in  Dingen,  die  ich  selbst
kontrollieren  kann.  Herr  Gerard,  der  nach  Amerika  gereist  war  in  der  ausdrücklichen
  Absicht,  die  Sache  des  Friedens  weiterzubringen,  ist  am  4.  Dezember
  von  New  Pork  wieder  nach  Europa  zurückgereist.  In  seinem  Buche
—  es  steht  auf  Seite  153  —  berichtet  er,  daß  er  den  Präsidenten  vor
seiner  Abreise  gesprochen  habe,  was  sich  bei  der  Wichtigkeit  der  Sache
eigentlich  von  selbst  versteht.  Er  habe  den  Eindruck  gehabt,  fügt  er  hinzm,
  daß  der  Präsident  vor  allen  Dingen  wünsche,  Frieden  zu  haben  und
Frieden  zu  machen.  Den  „Eindruck“  hat  er  also  gehabt.

Aber
fügt  er  hinzu  ——

die  Frage  des  Friedenmachens  war  eine  sehr  heikle  Sache.  Ein