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Als  ich  damals  diese  Note  las,  sagte  ich  mir:  dem  ——
Wilson  is  in  seinem  Leben  ein  solcher  Affront  noch  nicht  vorgekommer
ich  bin  gespanm,  was  Dräsident  Wilson  auf  diesen  Affrom  —-  MM
lesbar  für  jeden.  der  diplomatische  Schriftücke  zu  lesen  versteht  —  antwerten
  wird  Sie  kennen  ja  die  Antwort.  Ich  werde  nachher  darauf
zurückkommen,  muß  aber  hier  eine  Bemerkung  dazoischer#cchalten.

Gegenüber  dem  scharfen  Abschneiden  einer  jeden  Friedensakrior
durch  keinen  noch  so  wohlmeinenden  Versuch  von  dritter  Seite,  die  Dinge
in  milderem  Licht  erscheinen  zu  lassen,  aus  der  Welt  geschafft  werden
lonnte  —  die  Tarsachen  waren  zu  brutal  —.  gegenüber  diesem  scharfen  Abschneiden
  treten  die  in  früheren  Sitzungen  des  Ausschusses  erwähnten  ein.
gehenden  Unterhaltungen  an  Bedeutung  zurück,  in  Oberst  House
den  Herrn  Grafen  Zernstorff  und  durch  ihn  die  deursche  Regierung  für
die  Wilsonsche  Idee  des  Clearinghouse-  zu  gewinnen  suchte.  Die
danzen  Bemühungen  des  Obersten  House  in  jener  Zeit  gingen,  soweit  ich
aus  den  Aktenstlcken  ersehen  habe  darauf  bin,  die  deutsche  Regierung  für
die  Idee  des  „Clearinghouse“  zu  gewinnen.  Die  deutsche  Regierung  blieb
auf  der  mit  der  deutschen  Heeresleitung  und  den  Zundesgenossen  verein.
barten  Linie  des  unmittelbaren  Gedankenaustausches  zwischen  den  Kriegführenden,
  das  heißt  dem  Gedankenaustausch  ohne  Clearinghouse,  als
einem  geeigneten  Weg,  zum  Frieden  zu  gelangen,  stehen  und  brachte  das
in  der  Antwort  auf  die  Wilson-  Note  am  26.  Dezember  zum  Ausdruc#:
sie  fügte  noch  den  Vorschlag  binzu,  es  möchten  Delegierte  der  Kriegfüb.
renden  alsbald  an  einem  neutralen  Orte  zusammentreten.  Das  war  ein
vräziserer  Vorschlag  als  unser  Angebot  vom  2.  «  »

Ietzt  schlugen  wir  vor,  daß  alsbald  Delegierte  aller  Kregführerwen.  an
einem  neutralen  Ort  zu  einer  Aussprache  über  die  Friedensmöglichkeiten

zusammentreten  möchten,  um  zu  erwägen,  wie  Wilson  angeregt  hatte,  ob
ein  Ausgleich  der  Friedensziele  möglich  sei.

Die  deutsche  Regierung  hat  an  ihrem  Standpunkt  auch  weiterhin  fest.
aehalten.  Ich  verweise  auf  das  Telegramm  des  Grafen  Bernstorff  vom
29.  Dezember,  das  in  Berlin  am  3.  Januar  1917  einiging  und  von  Herrn
Staatssekretär  Zimmermann  am  7.  Januar  beantwortet  ist.  Immerhin
enthielt  die  Antwort  des  Herrn  Staatssekretär  Zimmermann  vom  7.  Januar
  die  Ertklärung,  daß  unsere  Kriegsziele  im  Gegensan  zu
den  Kriegszielen  der  Entente  überaus  mäßig  seien  und  daß  wir  Belgien
nicht  annektieren  wollten,  eine  Erklärung,  die  nach  einer  Mitteilung  des
Obersten  House  an  den  Grafen  Bernstorff  vom  Hräsidenten  Wilson  ale
„böchst  wertvoll“  betrachtet  wurde.

Bisher,  meine  Damen  und  Herren,  solange  wir  auf  Unserem  Prouramm
  fefsstanden:  unmittelbare  Aussprache  zwischen  den  Kriegführ  -
über  die  eigentliche  Frage  des  Friedensschlusses,  dann  eine  Konserenz
unter  Zuziehung  der  Neutralen  über  die  allgemeinen  völkerrechtlichen
Fragen,  die  bei  dem  Friedensschluß  geregelt  werden  sollten,  wie  Abrununs.
Schiedsgerichte,  Völkerbund,  —  solange  hatte  die  Frage,  welche  Ste
lung  Präsident  Wilson  zu  den  Kriegszielen  5
einzelnen  kriegführenden  Gruppen  materiell  einnehmen  werde,  keine  Nolle
gespielt,  jedenfalls  keine  Rolle  in  dem  Depeschenwechsel  zwischen  Berlin
und  Washington  auch  wohl  keine  Rolle  in  den  Verhandlungen  des  Graken
Bernstorff  und  dem  Vertrauensmanne  des  Drästdeenten.  Das  wurde  natür.
lich  anders,  sobald  die  Idee  des  „Clearinghouse“  in  Sicht  trat.  Wie  sich
derienige,  der  die  beiderseitigen  Bedingungen  entgegennimmse,  materiell  zu