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Tonnen  Versenkungen  und  Beschädigungen  nach  den  englischen  Ziffern.  Sie
sehen  also:  die  Zahlen  unseres  Admiralstabes  liegen  in  der  Mitte  zwischen
  den  Angaben  der  Engländer  für  versenkte  Schiffe  und  für  versenkte
zuzüglich  beschädigter  Schiffe.  Die  Erklärung,  die  neulich  hier  gegeben
wurde,  daß  ein  Teil  der  von  den  Engländern  als  beschädigt  gemeldeten
Schiffe  von  uns  als  versenkte  angenommen  wurden,  scheint  hiernach  zu
Ntimmen.  ZJedenfalls  aber  steht  fest,  daß  die  19  Millionen  Tonnen  Ge
samtversenkungen  nach  unserer  Statistik  auf  die  Welttonnage  von  zwischen
15  und  50  Millionen  Tonnen  und  die  nach  den  englischen  Statistik  ver
senkten  und  beschädigten  nahezu  16  Millionen  Tonnen  auf  eine  englische
Dennage  von  zirka  20  Millionen  Tonnen  bei  Beginn  des  Krieges  eine
vanz  ungeheure  technische  Leistung  sind.  Die  technische  Leistung  erreicht
nach  den  englischen  wie  nach  den  deutschen  Zahlen  ihren  Höhepunkt  in
den  Monaten  April  und  ZJuli  1917.  In  den  beiden  Monaten  hatten  sie
mehr  als  eine  Million  Tomnen  nach  unseren  Meldungen  überschritten
Vom  Herbst  1917  ab  ist  dann  ein  merkbares  Nachlassen  eingetreten  und
ein  stärkeres  Nachlassen  vom  Mai  1918  an.  Ich  glaube,  man  kann  sagen:
m  dem  Nachlassen  vom  Herbst  1917  an  ist  die  Steigerung  der  Abwehr
sehr  deuclich  erkennbar.  Hier  tritt  also  die  technische  und  militärische
Gegenwirkung  auf  der  anderen  Seite  von  diesem  Zeitpunkt  an  deutlicher
in  die  Erscheinung.

Nun  die  wirtschaftlichen  Wirkungen!  Sie  stoßen  in
noch  höherem  Maße  als  die  technischen  Wirkungen  bei  ihrer  Ermittlung
auf  die  Schwierigkeit,  daß  von  Februar  1917  an  die  englische  Regierung
die  Veröffentlichung  der  wichtigsten  statistischen  Nachweise  verhinderte  oder
einstellte,  so  die  Statistik  über  den  Schiffsverkehr,  so  die  Statistik  der
Einfuhr  der  wichtigsten  Einfuhrartikel,  namentlich  der  Nahrungemittel,  so
die  Angaben  der  britischen  Fachzeitschriften  über  die  Getreidebestände,  über
die  Zug#ünge  und  über  die  Abgänge.  Das  alles  ist  enrweder  schon  vom
Monat  Februar  an  oder  bald  darauf  verschwunden.  Einen  Eindruck  geben
die  im  März  veröffentlichten  Zahlen  für  eine  Anzahl  bekannter  Einführ
waren.  Hier  zeigen  sich  gegenüber  dem  März  1916,  dem  PDarallelmonate
des  Vorjabres,  folgende  Rückgänge:  bei  Wolle  33  DProz.,  bei  Baumwolle
53  Prog.,  bei  Eisen  und  Stahl  62  Droz.  und  bei  Holz  64  DProz.  Jü#
Nahrungsmittel  sind  leider  Mengenangaben  für  den  Februar  nicht  mehr
erhältlich,  für  den  März  überhaupt  nicht  mehr.

Für  die  Getreide  versorgung  Englands  und  sei
ner  Verbündeten  in  der  kritischen  Zeit  ergeben  sich  aber  gewisße
Anhaltspunkte  aus  den  Ziffern  über  die  Gerreideverschiffung  der  atlanti
schen  Häfen  der  Vereinigten  Staaten.  Die  Weizenver  schiffung
dieser  Häfen  hat  noch  im  August  1916  25  Millionen  Bushels  gegenülber
14  Millionen  im  Vorjahre  betragen,  also  nahezu  doppelt  soviel.  Das
war  die  Situation  noch  im  August  1916  Im  September,  mit  dem  Her
cinkommen  der  neuen  Erme,  kam  der  Umschlag.  Schon  im  September
1916  betrug  die  amerikanische  Verschiffung  14,5  Millionen  gegenüber  16,5
Millionen  im  Vorjahre,  im  Dezember  12,3  Millionen  gegen  23.3
Millionen  im  Vorjahr:  in  den  fünf  Monaten  Januar  bis  Mai  1917  stan
die  Verschiffung  auf  rund  67  Millionen  Bushels  gegenüber  110  Millionen
im  Vorjahre.  Im  Mai  selbst  waren  es  11  Millionen  gegen  22  Millio
nen  im  Vorjahre.  Das  ist  der  Eindruck,  den  die  amerikanische  Getreide
verschiffungsstatistik,  die  nicht  nur  nach  England,  sondern  nach  den  anderen
außerdeutschen  Ländern  ging,  für  die  Einschnürung  der  Getreideversocgung
der  Entente  in  jener  kritischen  Zeit  gibt.  Sie  werden  mir  zugeben,  daß