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die  Einschultrung,  wie  sie  sich  hiernach  darkellt,  eine  sehr  erhebliche  *#
Der  ZJuni  hat  Keigende  Zahlen  gebracht;  aber  leider  hören  meine  Nachrichten
  im  Laufe  des  Juni  auf.  Ich  habe  das  aus  anderen  Quellen
elesen,  daß  im  Juni  oder  Juli  die  Einfuhr  besser  gewesen  sein
uson  als  in  den  fünf  ersten  Monaren  des  Jahres  zusammengenommen.  Ameri##s
hat  in  diesem  Zeitpunkt  die  äußersten  Anstrengungen  gemacht,  um  bei  Einschnnrung
  seines  eigenen  Bedarfs  in  diesem  kritischen  Augenblick  Englan
au  versorgen  und  herauszureißen.

England  tat,  was  es  nur  irgend  konnte,  um  sich  unserem  Griff  zu
entziehen.  Neben  technischen  Gegenwirkungen,  über  die  ich  nicht  zu  sprechen
  brauche,  über  die  ich  auch  nicht  kompetem  bin,  stellte  es  starke  wirtschaftliche
  Gegenwirkungen.  Es  verbot  die  Einfuhr  aller
t#gendwie  überflüssiger  Dinge,  es  konzentrierte  seine  Einfuhr  auf  die  Dimge,
die  für  das  Land  und  die  Kriegführung  absolut  und  in  erster  Oinie  wesentlich
  waren.  Es  hat  in  der  kritischen  Jeit  zum  Beispiel  die  Schiffr
für  Fleischtransport  mit  Gefriereinrichtungen  chne  weiteres  in  die  Gerreidefahrt
  hineingeworfen,  um  das  Getreide,  das  in  England  in  der
kritischen  Zeit  bis  zum  äußersten  knapp  geworden  war,  noch  rechtzeitig
bheranzuschaffen.  Es  hat  ferner  die  Ausnilzung  des  Schiffsraums  aufe
äußerste  gesteigert:  teilweise  durch  einheitliche  Kontrolle,  teilweise  durch
flärkere  Beladung.  Es  hat  seine  Schiffe  aus  allen  nicht  unmittelbar  für
die  Versorgung  Englands  dienenden  Linien  herausgezogen,  so  daß  nach
dem  Ausspruche  des  britischen  Handelsministers  von  der  internaticnalen
Schiffahrt  Großbritanniens  nur  noch  das  Stelett  übrig  geblieben  war.  Die
Neutralen  wurden  in  die  Schiffahrt  mit  England  durch  die  stärksten
Druckmittel  gezwungen.  Die  Hungerpeitsche  wurde  nicht  nur  über  uns,
sondern  über  den  Neutralen  geschwungen.  Die  Aneignung  der  deutschen
Tennage  überall  in  der  Welt  dadurch,  daß  Länder,  mit  denen  wir  nicht
das  geringste  zu  tun  hatten,  wie  Siam  und  andere  Staaten,  in  !  #Mien
mit  uns  hineingepreßt  wurden,  —  diese  Aneignung  deutscher  Tonnage,  die
man  dort  raubte,  ist  bekannt.  Dazu  kam  die  Aneignung  neutre.
ler  Tonnage.  Ich  erinnere  am  den  ungeheuren  Oruck,  den  England
mit  den  Knochenfingern  des  Hungers  auf  Holland  im  März  1918  ausgeübt
  hat,  wo  die  Situation  offenbar  kritisch  war,  wo  England  nicht  mn
von  dem  „ius  angariae“  Gebrauch  gemacht  hat,  von  dem  neulich  Herr  x
eior  Schücking  sprach,  sondern  wo  England  Holland  gezwungen  hat,

auf  hoher  See  fahrenden  Schiffe  auszuliesern  und  sogar  die  Schiffe  6
holländischen  Häfen  —  ich  glaube,  es  waren  300  000  Tonnen  —,  der
Entente  zur  Verfügung  zu  stellen.  Die  Holländer  wehrten  sich  aufs  äußerstr,
ste  haben  sich  an  uns  gewendet;  wenn  wir  ihnen  damals  mit  Getreide
hätten  zu  Hilfe  kommen  kömnen,  so  hätten  wir  ihnen  einen  Weiderstand
möglich  gemacht.  Das  konnten  wir  nicht  in  der  Quamität,  wie  es  von
Holland  verlangt  wurde,  und  so  mußte  Holland  sich  vor  dem  Hungerdruckr
beugen  und  eine  unneutrale  Handlung  begehen,  indem  es  aus  seinen  eige
nen  Häfen  an  England  Schiffe  auslieferte.

Dazu  kamen  auf  längere  Sicht  die  großartigen  Bemühungen,  die
ich  anerkenne  —  wie  ich  überhaupt  den  festen  Sinn  und  die  feste  Organisation
  und  die  Geschlossenheit  und  den  absoluten  Willen  zum  Durchhalten
bei  den  Engländern  anerkenne  —,  die  großzügigen  Maßnahmen  zur  Hebung
  der  DProduktion  im  eigenen  Lande,  die  natürlich  nicht  in  Monaten,
sondern  erst  im  nächsten  oder  Übernächsten  Jahre  wirken  konnten:  das  große
Ackerbauprogramm,  verstärkter  Holzschlag,  verstärkte  Eisenerzgewinnung  und
áäbuliches  mehr.