Aber,  meime  Damen  und  Herren,  es  war  ja  alles  in  den  Wind  Je—
wrochen,  weil  Leute,  die  heute  vom  Verschweigen  und  Vertuschen  sprechen,
damals  nicht  hören  wollten.  Gerade  damals  —  ich  spreche  vom  30.  April

begann  die  Frucht  des  Friedens  heranzureisen.  Der  U  Boot-Krieg
  wirkte  fühlbar  auf  England  Ich  habe  es  Ihnen  ja  in  den
Zahlen  gezeigt,  wie  sich  das  steigerte.  Er  entlastete  unser  Heer.  Die
Herren  vom  Militär  werden  Ihnen  bestätigen,  daß  sie  uns  Berichte  schick
ten:  wir  mertken  den  U-Boot-  Krieg,  wir  spüren  die  Entlastung.  Der
Kriegsminister  v.  Stein  hat  das  hier  im  Hauptausschuß  ausdrücklich  de
särigt.  Der  A.  Boot-Krieg  trug  dazu  bei,  uns  die  Abwehr  der  gewal
rigen  seindlichen  Offensiven  möglich  zu  machen,  vor  allem  die  Abwehr  der
Champagne---Offensive  des  Generals  Rivelle,  die  im  Blut  erstickte  und  die
im  französischen  Heer  schwere  Meutereien  auslöße:.  Wir  konnten  die  poli
tiichen  Wirkungen  des  ungeheuren  Druckes  unserer  UBoote  in  ihren  An
fängen  feststellen.  Darüber  soll  ja  heute  nicht  gesprochen  werden,  so  sehr
das  alles  zum  Bilde  gebört.  Das  Bild  ist  unvollständig,  ist  ist  über
haupt  kein  Bild,  solange  gerade  über  diese  Dinge  nicht  sehr  eingehend
gesproben  wird.  6

Ich  übergehe  infolgedessen  die  einzelnen  Ausführungen,  die  ich  zu
diesem  nach  meiner  Ansicht  nicht  nur  wichtigen,  sondern  entscheidenden
Punkte  zu  machen  hätte,  und  beschränle  mich  heute  darauf,  festzustellen,
daß  hier  eine  Lücke  bleibt,  die  später  ausgefüllt  werden  muß.  Ich  be
schränke  mich  darauf,  festzustellen,  daß  im  Kriege  nicht  nur  die  Masse
nicht  nur  die  Menschenzahl,  nicht  nur  die  Technik  entscheiden,  daß  im
Kriege  zu  allen  diesen  Dingen  geistige  und  sittliche  Imponderabilien  hin
mukommen.  Ich  beschränke  mich  darauf,  daß  gerade  in  jener  Zeit  der
Feldmarschall  v.  Hindenburg  in  seiner  Acußerung  zu  der
unseligen  Denkschrift  des  Grafen  Czernin  gesagt  hat,  der  Ausgang  des
Krieges  sei  jetzt  mehr  dem  je  eine  Nervenfrage:;:  daß  es  rölierpsychologische
  JImponderabilien  gibt,  die  man  eben  nicht  wiegen  kann,  die
aber,  wenn  die  großen  Entscheidungen  der  Weltgeschichte  nur  noch  im
labilen  Gleichgewicht  sind,  den  Ausschlag  geben  daß  die  schärfste  Waffe
suunpf  wird,  wenn  der  Glaube  an  sie  bei  Freund  und  bei  Feind  zer
stört  wird.

elnd,  meine  Damen  und  Herren,  wenn  Sie  wissen  wollen,  was
meine  Ansicht  ißt,  warum  der  U.  Boot-Krieg  nicht  zur  Auswir##g
kam,  warum  er  uns  nicht  zum  Ziel  geführt  hat,  so  will  ich  meine  An#cht,
die  ja  dand  erst  später  eingehend  begründet  werden  kann,  hier  wenigsteng
niederlegen:  (Der  A-Boot-  LAKies  bat  nicht  zum  Ziel
ggeführt,  weil  die  Boot  Wafse  von  innen
beraus  stumpf  bens  nr  #ise  ist.