4

„Was  soll  ich  denn  sein?“  fragte  Herbert.  „Ich  will  auch
mitspielen.“

„Du  bist  der  Onkel,  du  mußt  zu  uns  zu  Besuch  kommen.“

Das  war  nun  recht,  und  sie  spielten  Puppen-Geburtstag.
Ein  Brötchen  war  der  Geburtstagskuchen.  Der  Sofaschoner
war  die  Tischdecke.  Sieben  abgebrannte  Streichhölzer  waren
die  sieben  Lichter.  Walter  schenkte  der  Puppe  ein  Schiff  aus
Papier,  Gertrud  ein  Kleid  und  Herbert  einen  Hampelmann.

Dann  mußte  die  Puppe  den  Geburtstagstisch  besehen,
und  sie  mußte  sich  bedanken  und  durfte  mit  dem  Hampelmann
spielen.  Heinrich  Scharrelmann.

7.  Aber  Hans!k

Aber  Hans,  wer  wird  denn  weinen!
Pfui,  welch  häßliches  Gesicht!

Merk  dir,  kleine  Mädchen  weinen,
Jungen,  Hänschen,  tun  das  nicht!

Fritzchen  habe  dich  geschlagen?
Hast  du  dich  denn  nicht  gewehrt?
Hast  ja  Flinte,  Helm  und  Säbel!
Doch  nun  endlich  aufgehört!

Schäm'’  dich,  ein  so  großer  Junge
und  ein  so  verweint  Gesicht!

Kleine  Mädchen  dürfen  weinen  —
Jungen,  Hänschen,  tun  das  nicht!

Cäsar  Flaischleu.

8.  Leed  vom  feinen  Mädchen.

Ich  bin  ein  fein's  Mädchen,  und  putzen
kann  drehen  das  Nädcheh,  und  fädeln.
kann  stricken  und  stutzen,
die  Maschen  kann  singen
und  flicken  und  springen
die  Taschen,  und  braten  und  kochen
kann  nädeln  das  Fleisch  und  die  Knochen.

Friedrich  Güll.