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mahlzeiten.  „Nun  bauen  wir  die  Wohnstube!“  rief  er  dann,  wenn
er  zur  Tür  hereinkam.

3.

Asmus  Semper  war  krank.  Da  kam  ein  Mann,  den  nannten
sie  immer  Doktor  Krause.  Der  nahm  den  ausgezogenen  Asmus
auf  die  Knie,  faßte  seine  Hand  an,  setzte  ihm  ein  Blasrohr  auf  die
Brust  und  den  Rücken  und  horchte.  Dann  sagte  er  etwas  und
schrieb  etwas  auf  und  ging.  Nun  bekam  Asmus  immer  einen  Teelöffel
  voll  etwas  wundervoll  Süßes.

Das  Beste  an  der  Krankheit  war  der  Doktor  Krause.  Der
trug  immer  den  Kopf  im  Nacken  und  guckte  in  den  Himmel.  Auf
dem  Kopfe  hatte  er  einen  Hut,  der  war  so  schwarz  und  lang  und
rund  wie  ein  Ofenrohr.  Auf  dem  Rücken  hielt  er  einen  Spazierstock,
  und  auf  die  Krücke  dieses  Stockes  legte  er  seinen  Kopf.  Das
war  der  Mann,  der  die  Krankheiten  wegmachte,  und  nun  wollte
Asmus  Doktor  Krause  werden.

Der  Stock,  der  dazu  gehörte,  fand  sich  bald.  In  den  Himmel
gucken,  das  konnte  er  auch,  aber  der  lange  schwarze  Hut!  Der
Hut!  Asmus  bat  seinen  Vater,  ihm  einen  zu  kaufen;  aber  das
half  nicht.  So  mußte  er  ohne  solchen  Hut  Doktor  werden,  und
das  ging  auch  vorzüglich.  Wenn  die  Nachbarn  an  Sommertagen
vor  der  Türe  standen,  trat  Asmus  an  sie  heran,  genau  wie  Doktor
Krause.  Und  dann  machte  er  dessen  Stimme  nach,  so  gut  er  konnte,
und  sagte:  „Ich  bin  Doktor  Krause.  Haben  Sie  Leibschmerzen?“
Und  die  Leute  gaben  ihm  zum  Lohne  Apfel  und  Pfeffernüsse.

Otto  Ernst.

18.  Schulreim.

1.  Ein  wackres  Kind  vom  Schlaf  erwacht,
sobald  das  Feuer  im  Ofen  kracht,
fährt  aus  dem  Bett  und  wäscht  sich  frisch
und  stellt  sich  munter  an  den  Tisch,
spricht  sein  Gebet,  schlägt  auf  das  Buch
und  lernt  noch  einmal  seinen  Spruch.
Das  macht  schon  einen  heitern  Wut,
das  Frühstück  schmeckt  nochmal  so  gut.