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geht.  Aber  hier  kommen  bloß  große  Leute  heraus.  Sie  machen
vergnügte  Gesichter.  Gewiß  sind  sie  froh,  daß  sie  Feierabend  haben
und  nicht  mehr  in  der  Fabrik  zu  stecken  brauchen.

Ich  habe  schon  ein  paarmal  angefangen,  die  Leute  zu  zählen,
aber  ich  verzähle  mich  jedesmal,  so  viel  Menschen  sind  das.  Wir
treten  ein  wenig  auf  die  Seite,  daß  wir  nicht  ins  Gedränge  kommen.
Die  Männer  gehen  langsam,  aber  den  jungen  Leuten  geht  es  zu
langsam,  sie  stechen  die  älteren  Leute  aus.  Viele  Männer  bleiben
stehen  und  brennen  sich  erst  eine  Zigarre  an.

Vor  dem  Tore  sagen  die  Arbeiter  „Gute  Nacht!“  zu  einander,
und  dann  gehen  sie  nach  allen  Seiten  hin  auseinander.  Viele
Arbeiter  haben  auch  Fahrräder,  sie  haben  gewiß  recht  weit  nach
Hause.  Die  meisten  Männer  haben  blaue  Töpfe  an  der  Hand.
Sie  haben  sich  etwas  zu  essen  in  die  Fabrik  mitgenommen.

Heute  läßt  der  Vater  lange  auf  sich  warten.  Unserm  Bruder
wird  die  Zeit  lang.  Er  sieht  allen  Leuten  ins  Gesicht,  als  ob  er
den  Vater  suche,  und  sagt  in  einem  fort:  „Vater  nis  bommen.“
Auf  einmal  ruft  er:  „Vater  bommen!  Vater  bommen!“  Er  hüpft
vor  Freude  auf  einem  Beine  und  lacht  übers  ganze  Gesicht  weg
und  zappelt  mit  Händen  und  Füßen.  Er  weiß  ganz  genau,  daß
der  Vater  ihn  nach  Hause  trägt.

Ich  nehme  dem  Vater  den  blauen  Topf  ab  und  trage  ihn.
Meine  Schwester  führt  der  Vater  an  der  Hand.  Ich  gehe  nebenher.
Unterwegs  fragt  der  Vater  nach  allem,  was  vorgefallen  ist,  was
die  Mutter  macht,  was  wir  in  der  Schule  gelernt  haben  und  noch
vielerlei.  Ehe  wir  es  uns  versehen,  sind  wir  schon  zu  Hause.  Und
dann  holt  Otto  dem  Vater  erst  den  einen  Hausschuh  und  dann  den
andern  und  setzt  sie  vor  ihn  hin.  Beide  bringt  er  auf  einmal  nicht
fort.  Dann  essen  wir  Abendbrot:  neue  Kartoffeln  und  Duckefett.

Heinrich  Bohne.

23.  Gott  weiß  es.

1.  Weißt  du,  wie  viel  Sterne  stehen
an  dem  blauen  Himmelszelt  7
Weißt  du,  wie  viel  Wolken  gehen
weithin  über  alle  Welt?

Gott  der  Herr  hat  sie  gezählet,
daß  ihm  auch  nicht  eines  fehlet
an  der  ganzen  großen  Zahl.