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Köpfchen.  Noch  ein  Stückchen  kommt  er  näher!  „Flink,  flink!“  ruft
er.  Als  ob  er's  nicht  erwarten  könnte,  bis  wir  fertig  sind!  Ein
feines,  buntes  Kleid  trägt  er,  weiß,  schwarz,  rot,  blau,  grau.  Jetzt
sitzt  er  wieder  auf  dem  Baume.

„Der  wartet  bloß  darauf,  daß  wir  weggehen,“  sagt  meine  Mutter.
„Hör'  einmal,  was  er  ruft:

Sieh,  sieh,  sieh,  die  hat  schon  Salat  gesät!

Ja,  ja,  ihr  schlimmen  Finken,  voriges  Jahr  habt  ihr  mir  alle
meine  Salatpflänzchen  herausgerupft.  Nicht  gefressen,  nein,  bloß
herausgerissen  habt  ihr  sie  und  am  Boden  liegen  lassen!  Den  Spaß
will  ich  euch  heuer  verderben.“  Die  Mutter  hat  weißes  Garn
mitgebracht,  und  nun  spannt  sie  weiße  Fäden  der  Länge  und  Breite
nach  über  das  Beet.  Da  werden  sie  den  Salat  ungeschoren  lassen.

Mein  Vater  kommt  auch  in  den  Garten.  Er  bringt  Hammer,
Zange,  Säge  und  Nägel  mit.  Er  will  den  Zaun  ausbessern,  den
der  große  Schneesturm  im  Winter  eingedrückt  hat.  Hier  lag  die
große  Schneewehe,  in  die  ich  hineingesprungen  bin.  Ich  guckte  gerade
noch  mit  Kopf  und  Armen  heraus.  Und  kein  Krümchen  von  dem
vielen,  vielen  Schnee  ist  übriggeblieben.  Rein  gar  nichts  ist  mehr
da.  Hier,  wo  die  Haselruten  so  heruntergebogen  sind,  hat  sie  gelegen.
Das  Laub  ist  noch  ganz  fest  auf  den  Erdboden  gedrückt.

Die  Sonne  hat  den  Schnee  weggeschmolzen.  Auf  dem  Fleckchen
hier  brennt  sie  tüchtig.  Ich  stelle  mich  gern  in  die  Sonne,  das  tut
mir  wohl.  Dort  hinter  dem  Hause  im  Schatten  war's  noch  kühl,
da  mag  ich  mich  nicht  hinstellen.  Ich  habe  vorhin  ordentlich  gefroren.

Dort  drehen  sich  dürre  Eichenblätter  und  Strohhalme  im  Kreise
herum  und  wirbeln  in  die  Höhe.  Ein  kühler  Wind  ist  daruntergefahren.
  Einen  Teil  davon  fegt  er  in  die  Hausecke,  den  andern
Teil  nimmt  er  mit  aufwärts.  Und  Papierfetzen  wirft  er  hoch  über
das  Dach  hinauf.

Nicht  einmal  meine  Mütze  hat  Ruhe  vor  dem  Winde.  Halt,
sie  ist  kein  Luftballon!  Wenn  ich  nicht  geschwind  zugegriffen  hätte,
wer  weiß,  wohin  er  sie  entführt  hätte!  Aber  schon  ist's  wieder
kirchenstill.  Kein  Lüftchen  rührt  sich.  Und  schön  warm  ist's,  ach,
so  warml!

Auf  meinem  Rockärmel  kriecht  ein  Käferchen,  hat  ein  rotes
Röckchen  an  und  schwarze  Punkte  darauf.  Ich  setze  es  auf  meine
Hand  und  sage  ihm  ein  Verschen  vor: