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3.

Womit  vertreibe  ich  mir  nun  die  Zeit?  Hier  stehen  Ziegelsteine.
Ich  werde  mir  ein  Haus  bauen.  Ich  nehme  Stein  für  Stein  weg
und  setze  sie  übereinander.  Es  ist  schon  ein  großes  Stück  Mauer
fertig.  Auf  einem  Ziegelsteine  liegt  ein  Erdkloß.  Ich  will  ihn
wegschieben  und  greife  danach.  Auf  einmal  regt  sich  der  Klumpen
und  ist  lebendig.  Ich  rufe:  „Hu!“  und  ziehe  eiligst  meine  Hand
zurück;  denn  mich  ekelt  vor  dem  häßlichen  Dinge.

Mein  Vater  fragt  mich:  „Was  gibt's  denn  dort?“

„Ach,  ich  dachte,  es  wäre  ein  Erdkloß,  aber  es  ist  lebendig.“

„Eine  Kröte  ist  es.  Laß  sie  ruhig  sitzen!  Sie  hat  den  Winter
verschlafen,  und  nun  ist  sie  heute  aus  ihrem  Verstecke  herausgekrochen."“

„Pfui,  so  ein  garstiges  Tier!“

„Hat  sie  dich  gebissen?  oder  gekratzt?  oder  gestochen?“

„Nein,  das  nicht!  Aber  sie  sieht  so  ekelhaft  aus!"

„Nun,  die  Kröte  ist  ein  fleißiger  Arbeiter.  Sie  muß  die  ganze
Nacht  die  schädlichen  Nacktschnecken  von  den  Gemüsebeeten  lesen.
Da  kann  sie  nicht  Samt  und  Seide  tragen.  Sie  mag  gar  nicht
bewundert  sein,  darum  kleidet  sie  sich  so  unscheinbar.  Und  sieh
einmal  ihre  niedlichen  Augen!  Wie  klug  sie  uns  damit  anblinzelt!
Sie  ist  ganz  harmlos  und  tut  dir  gewiß  nichts  zuleide."

Hinten  an  der  Gartenecke  ist  unser  Kaninchenstall.  Daneben
liegt  ein  großer  Laubhaufen,  den  wir  im  Herbste  zusammengerecht
haben.  Der  Wind  hat  ihn  ganz  auseinandergezerrt.  Ich  werde
das  Laub  wieder  zusammenrechen.  Da  hebt  sich  auf  einmal  das
Laub  von  selber,  immer  wieder.  Jetzt  hustet  es  sogar.  Ich  bin
ordentlich  erschrocken  und  rufe  den  Vater.

„Was  hast  du  nun  schon  wieder?"  sagt  er.  „Hier  steckt  was
drunter!“  sage  ich.  „Wird  viel  sein!“  sagt  mein  Vater  und  hämmert
weiter.  Aber  ich  lasse  ihm  keine  Ruhe,  Pis  er  zu  mir  herkommt.

Der  Vater  wundert  sich  auch  und  zieht  mit  dem  Rechen  das
Laub  ein  wenig  zur  Seite.  Da  kommt  ein  Igel  zum  Vorschein.
Er  grunzt  ein  bißchen,  bald  wie  ein  Ferkel.  Er  zuckt  ein  paarmal
am  ganzen  Körper.  Dann  rührt  er  kein  Glied  mehr.  Wir  decken
ihn  wieder  mit  Laub  zu.

Auf  dem  Sande  hockt  eine  Eidechse.  Schön  grün  schillert  sie
und  am  Halse  zittert  es.  Sie  weicht  nicht  von  der  Stelle.  Vorigen