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4.  Wer  ist's,  der  sie  alle  ließ
duften  noch  so  schön  und  süß,
daß  die  Menschen  groß  und  klein
sich  in  ihren  Herzen  freun?

5.  Wer  das  ist,  und  wer  das  kann
und  nicht  müde  wird  daran?
Das  ist  Gott  in  seiner  Kraft,
der  die  lieben  Blumen  schafft.

Wilhelm  Hey.

35.  An  den  Mai.

Komm,  lieber  Mai,  und  mache
die  Bäume  wieder  grün
und  laß  uns  an  dem  Bache
die  kleinen  Veilchen  blühn!
Wie  möchten  wir  so  gerne
ein  Veilchen  wieder  sehn,
ach,  lieber  Mai,  wie  gerne
einmal  spazieren  gehn!
Christian  Adolf  Overbeck.  (Gekürzt.)

36.  Bienchen  im  Frühling.

Es  war  Frühling  geworden.  Die  Sonne  hatte  den  Schnee  von
den  Bergen  weggeschienen,  die  grünen  Grasspitzen  kamen  aus  den
welken  Halmen  hervor,  die  Knospen  der  Bäume  brachen  auf  und
ließen  schon  die  jungen  Blättchen  durchscheinen:  da  wachte  das
Bienchen  aus  seinem  tiefen  Schlafe  auf,  worin  es  den  ganzen
Winter  gelegen  hatte.  Es  rieb  sich  die  Augen  und  weckte  seine
Kameraden,  und  sie  öffneten  die  Tür  und  sahen,  ob  das  Eis  und
der  Schnee  und  der  Nordwind  fortgegangen  wären.  Und  siehe,  es
war  überall  heller  und  warmer  Sonnenschein.

Da  schlüpften  sie  heraus  aus  dem  Bienenkorbe,  putzten  ihre
Flügel  ab  und  versuchten  wieder  zu  fliegen.  Sie  kamen  zum
Apfelbaume  und  fragten:  „Hast  du  nichts  für  die  hungrigen
Bienchen?  Wir  haben  den  ganzen  Winter  nichts  gegessen.“  Der