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dem  Felde  abzuschneiden.  Der  Landmann  fährt  nun  Heu  und
Getreide  in  seine  Scheune.  Es  ist  die  Heu-  und  Kornernte.  Da
hilft  groß  und  klein.  Wie  schön  ist  doch  der  Sommer!  Er  schenkt
den  Kindern  süße  Früchte  und  reift  durch  seine  Wärme  das  Getreide.
Hessisches  Lesebuch.

Die  Sonne  sticht,  die  Rose  blüht,
die  Bohne  rankt,  das  Würmchen  glüht,
die  Ähre  reift,  die  Sense  klingt,
die  Garbe  rauscht,  der  Sommer  winkt.
August  Hoffmann  von  Fallersleben.

57.  Die  Sonnenstrahlen.

Die  Sonne  war  aufgegangen  und  stand  mit  ihrer  schönen,
glänzenden  Scheibe  am  Himmel.  Do  schickte  sie  ihre  Strahlen  aus,
um  die  Schläfer  im  ganzen  Lande  zu  wecken.

Der  erste  Strahl  kam  zu  der  Lerche.  Sie  schlüpfte  aus  ihrem
Neste,  flog  in  die  Luft  hinauf  und  sang:  „Liri,  liri,  li,  schön  ist's
in  der  Früh'’.“  «

Der  zweite  Strahl  kam  zu  dem  Häschen  und  weckte  es  auf.
Das  rieb  sich  die  Augen  nicht  lange,  sondern  sprang  aus  dem
Walde  auf  die  Wiese  und  suchte  sich  zartes  Gras  und  saftige
Kräuter  zu  seinem  Frühstück.

Und  ein  dritter  Strahl  kam  an  das  Hühnerhaus.  Da  rief  der
Hahn:  „Kikeriki!“  und  die  Hühner  flogen  von  ihrer  Stange  herab
und  liefen  in  den  Hof  und  suchten  sich  Futter  und  legten  Eier  in
das  Nest.  «  .

Und  ein  vierter  Strahl  kam  an  den  Taubenschlag  zu  den
Täubchen.  Die  riefen:  „Rukedigu,  die  Tür  ist  noch  zu.“  Und  als
die  Tür  aufgemacht  war,  da  flogen  sie  alle  in  das  Feld  und  liefen
über  den  Erbsenacker  und  lasen  sich  die  runden  Körner  auf.

Und  ein  fünfter  Strahl  kam  zu  dem  Bienchen.  Das  kroch  aus
seinem  Bienenkorbe  hervor  und  wischte  sich  die  Flügel  ab  und
summte  dann  zu  den  Blumen  und  den  blühenden  Bäumen  und
trug  den  Honig  nach  Hause.

Da  kam  der  letzte  Strahl  an  das  Bett  des  Faulenzers  und
wollte  auch  ihn  wecken.  Allein  er  stand  nicht  auf,  sondern  legte