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keinen  Hund  vor  die  Tür.“  Menschen  konnte  man  gar  nicht  erblicken.
Nur  Regenschirme  mit  Menschenbeinen  wackelten  auf  der  Straße
hin.  Die  Linden  an  der  Straße  schüttelten  sich,  da  prasselten  die
großen  Tropfen  von  den  Blättern  auf  die  Straße  nieder,  und  dann
rauschte  es  nur  so.

Unsere  Hühner  hockten  unter  dem  Wetterschutze  auf  der  Stange.
Haus,  der  Hahn,  stand  ganz  geduckt  da.  Ein  paarmal  wagten  sich
die  Hühner  in  den  Hühnerlauf.  Dort  lagen  die  Regenwürmer  wie
gesät.  Und  Regenwürmer  sind  gewiß  ein  Leckerbissen  für  die  Hühner.
Aber  heute  ließen  sie  Wurm  Wurm  sein,  zogen  die  Köpfe  ein,  ließen
die  Schwänze  hängen  und  flüchteten  ins  Trockene.  Den  Sperlingen
schien  es  nicht  naß  genug  zu  sein,  sie  badeten  sich  noch  besonders,
sie  sahen  gut  aus.

Unseren  Tauben  behagte  der  Regen.  Sie  legten  sich  auf  die
Seite  und  hoben  die  Flügel  hoch,  damit  sie  überall  naß  würden.
Die  Schwölbchen  blieben  bei  allem  Gießen  nicht  zu  Hause,  sie  strichen
tief  am  Boden  hin  und  trafen  fast  die  Erde,  auch  an  den  Wänden
huschten  sie  hin.

Im  Hofe  und  auf  der  Straße  lief  das  Wasser  wie  im  Bache.
Die  Straßen  sahen  aus  wie  gescheuert.  Blitzblank  waren  die  Steine
vom  Regen.  Aller  Schmutz  war  rein  weggewaschen

Gegen  Abend  ließ  der  Regen  nach,  und  endlich  hörte  er  ganz
auf.  Ich  hatte  es  herzlich  satt  in  der  Stube.  Jetzt  ging's  hinaus,
barfuß  durch  die  Straßen  hin.  Wir  waren  bald  eine  ganze  Menge
Jungen,  auch  ein  paar  Mädchen  getrauten  sich  heraus.  Wir  machten
Gänsemarsch  im  Wasserlaufe.  Unsere  Hosen  hatten  wir  aufgestreift,
so  hoch  es  nur  ging.

Wir  trabten  hin  und  her,  und  das  Wasser  spritzte  hoch  auf.
Bei  einem  Jungen  rutschte  ein  Hosenbein  wieder  herunter,  das  sah
gelungen  aus.

Nun  wurden  geschwind  Dämme  gebaut,  die  das  Wasser  aufhielten.
  Da  wurden  kleine  Teiche  fertig.  Wir  warfen  Holzstückchen
hinein,  das  waren  unsere  Fische.  Bei  der  Schneidemühle  lasen  wir
Rinden  auf,  die  schwammen  schön  auf  dem  Wasser  wie  Schiffe.
Wir  legten  Holz  und  kleine  Steine  darauf.  Wenn  unsere  Schiffe
zu  voll  geladen  waren,  kippten  sie  um,  und  die  Steine  plumpsten
ins  Wasser.  Das  war  Schiffbruch.

Wir  trieben  noch  allerhand  Unsinn.  Auf  dem  Wege  lag  viel
Schlamm,  damit  beschmierten  wir  uns  die  Beine.  Als  wir  uns
ansahen,  mußten  wir  laut  herauslachen,  und  die  großen  Leute  lachten