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Kinderlein,  wohl  auf  die  Flügel!“
Brr,  da  flattert's  husch,  husch,  husch!
Leer  der  Ast  und  leer  der  Busch.
Und  die  Vöglein  lachen  Klaus

mit  dem  großen  Prügel  aus,

daß  er  wieder  heimgegangen,

zornig,  weil  er  nichts  gefangen,

daß  er  wieder  heimgestiegen,

weil  er  konnt'  kein  Vöglein  kriegen.

Friedrich  Güll.

64.  Wenn  ich  ein  Vöglein  wär'.

1.  Wenn  ich  ein  Döglein  wär'
und  auch  zwei  Flügel  hätt',
flög'  ich  zu  dir;
weil's  aber  nicht  kann  sein,
bleib'’  ich  allhier.

2.  Bin  ich  gleich  weit  von  dir,
träum  ich  doch  stets  von  dir,
bin  nicht  allein.
wWach'  ich  vom  Schlafe  auf,
bin  ich  allein.

O#

.  Einsam  dann  weine  ich,
nenne  mit  Seufzen  dich,
daß  du  bleibst  fern!
Mutter,  o  Mutter  mein,
bleib'  nicht  mehr  fern!

Philipp  Wackernagel.

65.  Am  Vogelkäfig.

Hell  scheint  die  Morgensonne  in  die  Stube.  Am  Fenuster  steht
ein  Vogelkäfig.  Ein  niedliches  Kanarienvögelchen  sitzt  darin.  Eng
ist  sein  Häuschen;  aber  Gelbröckchen  fühlt  sich  sehr  wohl.  Würde
es  sonst  so  fröhlich  in  den  Morgen  hinein  singen?

Seht  euch  nur  einmal  sein  Häuschen  an!  Bilitzblank  ist  es
geputzt.  Weiß  und  glatt  sind  die  Stangen,  auf  denen  das  Tierchen