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Es  sitzt  einer  auf  dem  Dache  und  raucht,
der  weder  Pfeif'  noch  Tabak  braucht.

*

Wenn  ich  nur  wüßt“,  wer  das  ist,
der  immer  mit  zwei  Löffeln  frißt?

Friedrich  Güll.

78.  Was  am  Albend  geschieht.

Es  wird  Abend.  Die  Sonne  geht  unter;  die  Wolken  in  ihrer
Nähe  färben  sich  rot.  Die  Hitze  hat  aufgehört;  es  weht  ein  kühles
Lüftchen.  Uber  dem  Wasser  erhebt  sich  Nebel,  das  Gras  wird  von
dem  Tau  befeuchtet.  In  der  Luft  spielen  Mücken  in  zahllosen
Schwärmen;  die  Vögel  in  den  Büschen  singen  ihr  letztes  Lied;  die
Bienen  kehren  zu  ihren  Stöcken  zurück,  und  alle  schicken  sich  an  zu
schlafen.  Desto  munterer  quaken  die  Frösche  in  den  Sümpfen;  die
Maikäfer  schwirren,  die  Fledermäuse  flattern  umher,  und  Glühwürmchen
  leuchten  in  der  Dämmerung.  Die  UArbeiter  sind  vom
Felde  heimgekehrt  und  die  Viehherden  von  der  Weide.  Alles  ist
müde  und  sehnt  sich  nach  Ruhe.

Wilhelm  Curtman.

79.  Die  Sterne.

1.  Und  die  Sonne  machte  den  weiten  Ritt
um  die  Welt,
und  die  Sternlein  sprachen:  „Wir  reisen  mit
um  die  Welt.“
Und  die  Sonne,  sie  schalt  sie:  „Ihr  bleibt  zu  Haus,
denn  ich  brenn'’  euch  die  goldnen  Auglein  aus
bei  dem  feurigen  Ritt  um  die  Welt.“

2.  Und  die  Sternlein  gingen  zum  lieben  Mond
in  der  Nacht,
und  sie  sprachen:  „Du,  der  auf  Wolken  thront
in  der  Nacht,
laß  uns  wandeln  mit  dir,  denn  dein  milder  Schein,
er  verbrennet  uns  nimmer  die  Augelein.“

Und  er  nahm  sie,  Gesellen  der  Nacht.