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3.  Dann  weidet  er  die  Schäfchen
auf  seiner  blauen  Flur;
denn  all  die  schönen  Sterne
sind  seine  Schäfchen  nur.

4.  Sie  tun  sich  nichts  zuleide,
eins  hat  das  andre  gern;
denn  Schwestern  sind  und  Brüder

da  droben  Stern  an  Stern.
August  Hoffmann  von  Fallersleben.

98.  Nebel.

Heute  morgen  wachte  ich  früh  auf.  Ich  guckte  aus  dem  Fenster,
weil  ich  sehen  wollte,  ob  schönes  Wetter  sei.  Aber  was  ist  das?
Ich  sehe  fast  gar  nichts!  Wo  ist  der  Turm  der  Katharinenkirche
geblieben  mit  seinem  schönen,  grünen  Dach?  Ist  er  heute  nacht
umgefallen?  Ich  rufe:  „Mama,  Mama!  Der  Kirchturm  ist  weg!
Der  Turm  ist  umgefallen!“  Mama  kommt  nicht,  sie  wäscht  schon
in  der  Küche  auf.  Ich  sehe  nach  den  Häusern  gegenüber;  sie  sind
ganz  undeutlich,  wie  unter  einem  Schleier.  Ich  sehe  auf  die  Straße
hinunter,  da  gehen  die  Leute  zur  Arbeit,  aber  ich  kann  sie  nicht
erkennen.  Die  Straße  ist  wie  voll  von  grauem  Rauch.  Endlich  lief
ich  zu  Mama  in  die  Küche.  Ich  war  ganz  ängstlich.  „Ja,  das  ist

Nebel!“  sagte  Mama  und  lachte.
Ilse  Frapan.

99.  Der  Wincd.

Ich  will  morgens  zur  Schule  gehen,  komme  auf  die  Straße  —
plötzlich  reiht  mir  jemand  die  Mütze  vom  Kopf.  Ich  drehe
mich  schnell  um,  weil  ich  denke,  das  hat  gewil  Karl  getan.
Aber  da  ist  niemand.  „Na,“  sage  ich,  „was  ist  denn  das?“
Ich  will  weiter  gehen,  aber  jemand  drängt  mich  rückwärts.
Wer  ist  es,  der  sich  gegen  meine  Beine  stemmt  und  mir  schon
wieder  die  Mütze  in  den  Nacken  schiebt?  Ich  sehe  niemand!
Ich  muß  lachen.  Uber  meinem  Kopfe  klappert  es  ganz  laut.
Ich  sehe  in  die  Höhe.  Da  sind  die  gelben  Messingbecken  an