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112.  Einen  Schlitten  muß  ein  Junge  haben.

1.  Einen  Schlitten  muß  ein  Junge  haben.
Im  Sommer  kann  er  barfuß  traben
durch  Gras  und  lee.
Liegt  aber  im  Winter  Eis  und  Schnee,
dann  geht's  mit  Durra  hinunter  die  Döh'!
Einen  Schlitten  muß  ein  Junge  haben!

2.  Hei,  das  ist  ein  Dergnügen,
wie  der  Wind  so  geschwind  dahinzufliegen!
Es  knirscht  der  Schnee,
der  Schlitten  saust  hinunter  die  Döh'
und  gleitet,  hui!  über  den  See.
Einen  Schlitten  muß  ein  Junge  haben!
5.  Aber  still  sitzen  und  nicht  wippen!

Sonst  könnte,  wupp!  der  Schlitten  kippen,
und  du  liegst,  o  wehl
mit  der  Nase  im  Schnee.
Und  der  Schlitten  saust  hinunter  die  Höh',
und  es  lachen  alle  Knaben.
Einen  Schlitten  muß  ein  Junge  haben!
Emil  Weber.

113.  Die  wunderbare  Brücke.

Ich  weiß  eine  Brücke,  die  ist  nicht  von  Maurern  und  Zimmerleuten
  gebaut,  nicht  aus  Stein  und  nicht  aus  Holz,  der  liebe  Gott
hat  sie  nur  aus  Wasser  bereitet  und  ohne  Werkzeuge.  Die  wird
manchmal  in  einer  Nacht  fertig,  kann  aber  auch  wieder  so  schnell
verschwinden.  Sie  kann  die  Sonne  und  linde  Luft  gar  nicht  vertragen.
  Ihr  Glanz,  ihre  Spiegelglätte  vergehen,  sobald  die  Sonne
recht  warm  darauf  scheint.  Am  längsten  dauert  sie  bei  strenger
Winterkälte.  Da  wird  sie  immer  dicker  und  fester.  Wenn  man
dann  darüber  fährt,  so  hört  man  sie  zuweilen  gewaltig  krachen  und
knacken.  Sie  bekommt  Risse  und  Sprünge,  aber  man  braucht
darüber  nicht  zu  erschrecken.  Wenn  sie  jedoch  so  knistert,  dann  ist's
nicht  mehr  sicher  darauf.  Man  darf  sie  dann  nicht  betreten.  Wer
sich  doch  darauf  wagt,  der  kann  leicht  einbrechen  und  —  unters
Eis  kommen.  Hessische  Fibel.

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