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114.  Rütsel.

Blitzblank,  Spanne  lang,

sitzt  am  Dach,  hängt  an  der  Wand.

Die  Sonne  scheint.  Blitzblank  weint.

Kind,  halt  die  Hand  unter  Blitzblank,  die  wird  nah:

rate  mal,  was  ist  denn  das?
Wilhelm  Kotzde,  Deutsches  Jugendbuch.

115.  Ein  Guckloch  in  der  Scheibe.

O,  wie  bitter  kalt  ist  es  draußen!  Wir  haben  Ferien,  denn
morgen  ist  der  Heilige  Abend.  Ich  stehe  am  Fenster,  und  das  ist
von  oben  bis  unten  ganz  mit  Eisblumen  bedeckt.  Ich  hauche  und
hauche  gegen  die  Scheibe,  bis  ein  kleiner,  feuchter  Fleck  da  ist,  und
das  Eis  schmilzt,  und  nun  ist  ein  Guckloch  im  Fenster.

Jetzt  kann  ich  auf  die  Straße  sehen.  Da  geht  ein  Mann,  der
hat  beide  Hände  in  den  Taschen.  Er  zieht  die  Schultern  hoch,
damit  die  Ohren  sich  an  seinem  Mantelkragen  wärmen  können.  Da
kommen  zwei  Knaben,  die  sind  wohl  schon  konfirmiert,  sie  tragen
Schlittschuhe  über  der  Schulter  und  haben  dicke  Handschuhe  angezogen.
  Ein  kleines  Mädchen  trippelt  dicht  hinter  ihnen  her,  damit
es  etwas  gegen  den  scharfen  Ostwind  geschützt  ist,  der  durch  die
Straßen  fegt.  Kein  Kind  spielt  draußen,  alle  sind  wohl  in  den
warmen  Stuben.  Die  Fenster  in  den  Häusern  gegenüber  sind  fast
alle  zugefroren.  Sieh,  unsere  Milchfrau  kommt  über  die  Straße.
Sie  will  uns  Milch  bringen.  O,  wie  sieht  sie  aus!  Sie  ist  ganz
in  Tücher  und  einen  Mantel  eingehüllt.  Nur  ihre  Nasenspitze  ist
zu  sehen.  Wie  mögen  ihr  wohl  die  Hände  frieren  trotz  der  dicken
wollenen  Handschuhe,  die  sie  anhat!  Da  haben  wir  es  besser.  Wir
haben  eine  warme  Stube,  und  unser  Ofen  sieht  schon  ganz  rot  aus,
so  viele  Mühe  gibt  er  sich,  um  das  Zimmer  zu  wärmen.  Die
heiße  Kaffeekanne  dampft  auf  dem  Tische,  und  die  Mutter  schmiert
uns  Butterbrote.  Heinrich  Scharrelmann.

116.  Der  Schneemann.

Es  hatte  geschneit.  Dick  lag  der  Schnee  auf  dem  Hofe.  „Heute
wollen  wir  einen  Schneemann  bauen!"  So  rief  Fritz  seinen  Freunden
Karl  und  Otto  zu.  Die  beiden  waren  gleich  dabei.  Schnell  machten