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Vetter  Buchfink,  der  im  Frühling  so  laut  und  froh  sein  Lied  von
jenem  Baume  herunterschmetterte.

Prr.  .  r  kommt's  jetzt  in  raschem  Fluge  heran.  Kennst  du
dies  Schwarzröcklein  mit  dem  gelben  Schnabel  und  den  braunen
Strümpfen  und  Schuhen?  Das  ist  die  Schwarzamsel.  Horch,  wie
sie  mit  hellem  Schlage  den  anderen  ihren  „Guten  Morgen“  zuruft.
Wie  flink  sie  über  den  Boden  hüpft,  sich  niederduckt  und  mit  dem
Schwanze  wippt!

Aber  wer  trippelt  denn  dort  so  zierlich  und  behutsam  durch  die
hungrige  Schar?  Wie  es  emsig  sucht  und  immer  mit  dem  Köpfchen
nickt!  Rukedigu  .  .  .

Guten  Appetit,  ihr  lieben  Vöglein!  Seid  willkommen  jeden
Tag!  Und  wenn  der  Schnee  die  Erde  bedeckt  und  ihr  draußen
kein  Körnlein  mehr  finden  könnt,  kommt  nur  zu  uns  auf  den  Schulhof.
  Hier  werdet  ihr  stets  ein  „Tischlein  deck  dich"  finden.  Sagt
es  aber  auch  dem  alten  Bettelmann  mit  dem  kohlschwarzen  Röcklein
und  bringt  ihn  mit!

Ihr  sollt  uns  alle  willkommene  Gäste  sein!  Wilhelm  Hufeld.

120.  Die  kleine  Mühle.

Es  war  einmal  eine  Frau,  die  hatte  eine  kleine,  süle
Tochter  und  weiter  nichts,  und  sie  wohnten  zusammen  auf
einem  hohen  Berge.  Einst  wurde  die  Mutter  krank,  und  da
muhte  das  kleine  Mädchen  alle  Tage  allein  ins  Holz  gehen
und  Beeren  suchen.  Als  es  nun  einmal  gar  keine  finden
konnte,  setzte  es  sich  hinter  einen  Busch  und  weinte.  Da  kam
eine  alte  Frau  aus  dem  Busche,  die  hatte  eine  lange  Nase  und
fragte:  „Was  fehlt  dir?  Das  Mädchen  klagte  seine  Not,  und
die  alte  Frau  holte  eine  kleine  Mühle  aus  dem  Busche  hervor
und  sagte:  „Drehst  du  die  Mühle  links  herum,  so  mahlt  sie
schönes,  weiles  Mehl,  drehst  du  sie  rechts  herum,  so  mahlt  sie
feine  Graupen;  legst  du  den  kleinen  Finger  oben  auf  den
blanken  Knopf,  so  hört  sie  auf,  und  sagst  du  dies  jemandem,
#so  mahlt  sie  gar  nicht  mehr!“  Damit  war  die  alte  Frau
verschwunden.

Das  Mädchen  aber  lief  mit  der  Mühle  nach  Haus,  und
nun  hatten  sie  zu  essen,  so  viel  sie  nur  wollten.  Einige  Jahre
nachher  wurde  das  Mädchen  krank,  und  die  Mutter  mochte