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guten  Sachen,  aber  sie  wollten  nichts  nehmen  ohne  Erlaubnis.
Endlich  sagte  das  Büblein:  „Hör',  Schwesterlein,  das  ist  ja  gerade
wie  für  uns  hergerichtet,“  und  sie  fingen  an  zu  essen  und  ließen
sich's  schmecken,  bis  sie  ganz  genug  hatten.  Jetzt  waren  sie  aber  so
müde,  daß  sie  fast  vom  Stuhle  fielen;  sie  kamen  in  ein  Nebenzimmer,
da  standen  zwei  weiche,  schöne  Bettchen,  schneeweiß  mit  rosaroten
Decken.  Die  Kinder  waren  müde,  so  müde,  daß  sie  nicht  mehr
lange  fragen  konnten;  sie  zogen  sich  aus  und  legten  sich  in  die
Bettlein.  Ach,  wie  war  das  so  gut!  und  wie  herrlich  schliefen  sie
die  ganze  Nacht  bis  zum  lichten  Morgen!

Sie  wußten  gar  nicht,  wo  sie  waren,  als  sie  aufwachten.  Sie
wollten  sich  ankleiden;  da  lagen  aber  statt  ihrer  alten,  zerrissenen
Kleider  schöne  neue  an  ihrem  Bette,  die  mußten  sie  anziehen,  sie
hatten  ja  keine  anderen.  Wie  sie  herauskamen  in  die  gute  Stube,
so  stand  da  wieder  das  Tischlein  und  waren  schöne  vergoldete
Tassen  darauf  und  Schokolade  und  Kuchen.  Die  Kinder  dachten
nun  schon,  daß  für  sie  gerüstet  sei,  und  ließen  sich's  herrlich  schmecken.

Sieh,  da  ging  auf  einmal  die  Tür  auf,  und  es  kam  eine  schöne
Frau  herein  in  schwarzen  Kleidern;  nun  erschraken  die  Kinder  doch,
daß  sie  so  da  saßen  und  sich's  wohl  sein  ließen.  Die  Frau  grüßte
sie  aber  freundlich  und  sagte:  „Bleibt  nur,  Kinder!  Mein  Hirschlein
bringt  mir  nur  gute  Kinder,  und  die  behalte  ich  gern  in  meinem
schönen  Schlosse.  Gefällt  es  euch  bei  mir?“  —  „O  freilich!“  riefen
Brüderlein  und  Schwesterlein  miteinander.

„Wollt  ihr  immer  bei  mir  bleiben?“  fragte  die  schöne  Frau.
„Ihr  sollt  schlafen  in  diesen  weichen  Bettchen  und  in  diesen  schönen
Zimmern  wohnen  und  unten  mit  den  Tierchen  springen  und  im
Garten  spielen  und  immer  schöne  Kleider  haben  und  gute  Sachen
essen;  wollt  ihr?“

„Ja,  ja!“  wollten  eben  die  Kinder  zusammen  rufen,  da  fiel
ihnen  ihre  gute  Mutter  daheim  ein,  die  jetzt  wohl  mit  Angst  nach
ihnen  hinaussehen  würde,  und  das  Mädhdlein  fragte  schüchtern:
„Dürfen  wir  nicht  vorher  nach  Hause  und  unsere  Mutter  fragen?“

„Nein!“  sagte  die  Frau.  „Wer  bei  mir  bleiben  will,  der  muß
gleich  ganz  dableiben;  wenn  ihr  zu  eurer  Mutter  wollt,  so  geht
nur  fort!  Da  drinnen  liegen  eure  schlechten  Kleider,  die  könnt  ihr
vorher  anziehen  und  dann  gehen.“

Diie  Kinder  sahen  sich  betrübt  an;  es  war  so  gar  schön  da
und  daheim  ihre  Hütte  so  klein  und  so  arm.  Aber  sie  dachten  an
die  liebe  Mutter,  wie  sie  so  traurig  sein  werde  und  so  allein,  wenn