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ihre  Kinder  nicht  mehr  kommen,  und  sie  sagten  miteinander:  „Wir
danken,  liebe  Frau;  unsere  Mutter  ist  so  allein  und  würde  so
weinen  um  uns.“  Und  recht  betrübt  gingen  sie  hinein,  um  die
schönen  Kleider  wieder  auszuziehen.

Da  rief  die  Frau:  „Seht  euch  noch  einmal  um!“  Siehe,  da
ging  eine  Tür  auf,  und  wer  kam  herein?  —  ihre  Mutter.  Und
mit  lauter  Lachen  und  Freude  sprangen  ihr  die  Kinder  entgegen
und  küßten  sie.  Die  Frau  aber  lächelte  freundlich  und  sagte:
„Seht,  ich  wollte  nur  wissen,  ob  ihr  auch  gute  Kinder  seid;  nun
erst  dürft  ihr  bei  mir  bleiben  und  eure  liebe  Mutter  mit  euch.“

Da  waren  die  Kinder  in  lauter  heller  Freude  und  führten  die
Mutter  in  das  schöne  Zimmer,  wo  sie  geschlafen  hatten,  und  zeigten
ihr  alles,  wie  es  so  schön  war.

Die  arme  Frau  aber  sagte:  „Liebe  Frau  Fee  oder  Frau
Königin,  für  alle  Tage  ist  es  da  gar  zu  schön  für  mich  und  meine
Kinder,  und  wenn  sie  immer  Kuchen  und  Schokolade  haben,  so  wird
es  ihnen  bald  nicht  mehr  schmecken.  Ihr  Hirschlein  hat  mich  durch
den  Garten  heraufgetragen;  da  habe  ich  ein  schönes,  kleines  Häuslein
gesehen;  wenn  das  leer  ist,  so  lassen  Sie  uns  darin  wohnen.  Dann
wollen  wir  fleißig  arbeiten  miteinander  in  Ihrem  schönen  Garten,
und  wenn  Sie  erlauben,  so  sollen  die  Kinder  Sie  oft  besuchen  in
Ihrem  schönen  Schlosse  und  sich  freuen  an  den  schönen  Sachen.“

Das  war  der  Fee  auch  recht.  Die  Kinder  und  die  Mutter
wohnten  beisammen  im  Garten  und  arbeiteten  und  lernten  und
spielten  und  ritten  spazieren  auf  dem  weißen  Hirschlein  und  waren
glücklich  und  vergnügt  zusammen  ihr  Leben  lang.

Ottilie  Wildermuth.

123.  Zum  27.  Januar.

1.  Trompetentöne,  Trommelschlag!

horcht  auf,  ihr  deutschen  Jungen!
heut  ist  des  Kaisers  Jubeltag.
Gesagt  sei's  und  gesungen.
Die  Straßen  auf,  die  Straßen  ab
woll'n  wir  die  Mützen  schwingen,
und  hell  soll  jeder  deutsche  Knab'
sein  „Heil  dem  Uaiser!“  singen.