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126.  Ostern.

Der  Winter  ist  vergangen,  er  dünkt  uns  wie  ein  Traum,

die  Schlüsselblumen  prangen,  schon  knospen  Busch  und  Baum;
verklungen  sind  die  Lieder  der  heil'gen  Weihnachtszeit,

doch  seht,  schon  ist  uns  wieder  ein  neues  Fest  bereit!

Man  feiert's  nicht  im  Zimmer,  nein,  auf  der  grünen  Au',
nicht  bei  der  Kerzen  Schimmer,  nein,  unterm  Himmelsblau.
Des  Christbaums  dunkle  Iste  sind  hin  mitsamt  der  Frucht,
nun  wird  im  moos'gen  Neste  das  Osterei  gesucht.

Süß  klang's  in  unsern  Ohren  zur  Winternacht  so  kalt:
„Der  Heiland  ist  geboren,  des  jauchze  jung  und  alt!“

Nun  tönt's  in  allen  Landen  im  Frühlingssonnenschein:
„Der  Herr  ist  auferstanden,  des  freut  euch,  groß  und  klein!“

Karl  Gerok.

127.  Osterhase  und  Henne.

Henne:

Gock-gack!  Gock-gack!

Potz  Schabernack!

Eier  legt  der  Hase?

Richtig,  im  Grase

seh  ich  sie  liegen  —

's  ist  doch  gleich  um  den  Dips  zu  kriegen!
Lampe,  was  hast  du  dich  erfrecht  ꝰ

Eier  zu  legen

ist  allerwegen

doch  in  der  Welt  mein  Geschäft  und  mein  Recht!
Wofür  bezahl'  ich  denn  Steuer  und  GZins?
Rote  und  blaued

gelbe  und  graue?

Sind  das  Sierd  Rechtschaffene  Eierd
Sauber=  und  Teufelseier  sind's!

Wart“',  das  sag'  ich  der  Polizeil!

Wart',  die  wird  dir  das  Handwerk  legen!