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ausreicht  nicht  nur  über  alle  in  Stein  und  Erz  gegrabene  Denkmale,
  sondern  über  alle  Werke  der  bauenden  und  bildenden
Künste,  es  ist  die  Sprache.  Dies  göttliche  Geschenk,  durch
welches  die  innerste  Tiefe  des  menschlichen  Geistes  sich  aufschliesst,
  der  Mensch  so  hoch  über  alle  andere  Wesen  gestellt
  ist,  durch  welches  Mensch  vom  Menschen  und  Volk  vom
Volke  sich  unterscheidet  und  in  seiner  Eigenthümlichkeit  sich
darstellt.  führt  ihn  zurück  bis  in  die  fernsten  Zeiten,  lässt
ihn  das  Vaterland  der  Pflanzen  und  Thiere  und  die  Verwandschaft
  von  Völkern  erkennen,  welche  durch  weite  Länder  und
Meere  von  einander  getrennt  sind.  Wunderbar’  ist  es  daher,
wenn  heute  noch  soust  geistreiche  und  verdienstrolle  Geschichtschreiber
  meinen,  aus  der  Ähnlichkeit  einer  Sprache  lasse  sich
nicht  die  Verwandschaft  der  Nationen,  sondern  nur  die  Ähnlichkeit
  des  menschlichen  Geistes  beweisen.  Wie  die  Natur  so:
reich  ist,  Millionen  Wesen  hervorzubringen,.  von  denen  keins
dem  andern  vollkommen  gleich  ist,  so  vermag  auch  der  Mensch
Millionen  Wörter  zu  bilden,  welche  ven  einander  verschieden
sind,  uad  nicht  Zufall  kann  es  sein,  wenn  bei  verschiedenen  -
durch  weite  Räume  und  Zeiten  ‚getrennten  Völkern  dieselben
Töne  dieselbe  Bedeutung  haben.  Blosse  Ähnlichkeit  des  'Fons
ader  will  nichts  sagen,  und  dowuche  und  Busch,  chour  und  Schuh
haben,  ohnerachtet  der  "Ähnlichkeit  des  Tons,  keine  Verwandschaft,
  da  sie  verschiedene  Gegenstände  bezeichnen.  Wenn
aber  die  Zahl  gleichlautender  und  gleiche  Bedeutung  habender
Wörter  in  verschiedenen  Sprachen  gross  ist,  ‘so  .muss  entweder
eine  Stammverwandschaft,  eine  Unterwerfung  des  einen  Volks
durch  das  andere,  eine  Vermischung  oder  ein  lebhafter  Verkehr
und  eine  geistige  Einwirkung  durch  Mittheilung  von  Wissenschaften,
  Künsten  und  Religion  Statt  gefunden  haben.  Die  Besetzung
  Englands  dureh  Sachsen,  die  Eroberung  Spaniens,  Galliens
  durch  die  Römer,  die  Einwanderung  der  Gothen,  Burgundier
  und  Franken  in  Frankreich,  die  Mittheilung  der  Künste