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wird  es  uns  gelingen  das  Aurecht  der  einen  Sprache  unwiderlegiich
  darzuthun,

Deni  der  lateinischen  und  deutschen  Sprache  Kundigen
dringen  sich  eine  Menge  gleichlautender  Wörter  auf,  welche  in
beiden  Sprachen  gleiche  oder  doch  verwandte  Bedeutung  haben.
Von  einem  Theile  ist  es  klar,  dass  wir  zugleich  mit  den  Gegenstinden
  der  Kunst,  Wissenschaft  und  Religion,  welche  uns  meist
durch  Römer  gebracht  wurden,  die  Ausdrücke  mit  erhielten,  so
dass  Probst,  Prediger,  Münster,  Meile  etc.  von  propositus,  praedicator,
  imonasterium,  mile  stämmen.  Allein  diese  Wörter
hat  die  deutsche  Sprache  spät  erhalten.  Nün  giebt  es  aber  andere,
  welche  die  ersten  schon  dem  Kinde  bekannten  und  dem
Menschen  unentbehrliche  Gegenstände,  so  wie  die  ersten  Grade
der  Verwarndschaft,  die  Theile  des  Körpers,  die  ersten  Regungen
  des  Geistes  bezeichiien,  —  pater  Vater,  frater  Bruder,
nasus  Nase,  auris  Ohr,  ‚kabeo  haben,  velle  wollen,  esse  essen,
und  tausend  andere,  welche  nicht  durch  ein  Spiel  des  Zufalls
gleich  lauten,  nicht  erst  von  den  Römern  zu  den  Deutschen  gebracht
  sein  können  bei  den  ersten  feindlichen  Berührungen  beider
  Völker,  oder  gar  erst  bei  den  kurzen  and  schnell  vorübergelienden
  Einfällen  der  Römer  in  Deutschland.  Wo  sollen  wir
den  Grund  dieser  Ähnlichkeit.  suchen?  Drei  Fälle  nur  sind
möglich:

1)  Diese  gleichlautenden  Wörter  stamthen  von  einer  gemeinschaftlichen
  Ursprache;

2)  sie  sind  aus  dem  Lafein  in  das  Deutsche;

3)  sie  sind  aus  dem  Germanischen  in  die  lateinische  Sprache

übergegangen.

Geben  wir  auch  gu,  däss  en  eine  gemeinschaftliche  Ursprache
bei  den  Völkern  kaukasischen  Stammes  gab,  worauf  die  Verwandschaft
  vieler  Wortstämme  und  Wortbiegungen  in  den  vom