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2)  Dass  die  Consonanten  als  die  Grundbestandtheile  der  Wörter
  angesehen  werden  ‚müssen,  dass  aber  in  allen  Sprachen
die  Buchstaben  desselben  Organs  für  einander  gesetzt  werden,
  wofür  das  Ober-  und  Niederdeatsche  tausend  Beispiele
  giebt,  und  wofür.  man  Belege  in  jeder  griechischen
und  besonders  der  deutschen  Grammatik  des  verdienstvol®
len  Forschers  Grimm  finden  kann,  Es  werden  also  unter
  einander  vertauscht:

4.  Die  Lippenbuchstaben
b.  p.  f.  v,  der  sanfte  Blasehauch  w  (gu),  seltener  die
Lippenliquida  »z.  Die  Verwechslung  des  5  und  p  ist  bei
den  Sachsen,  die  des  f  bei  den  Plattdeutschen  bekannt.
Schipp  statt  Schiff  etc.  so  treiben  —  Trift,  —  binseln  —
piuseln  und  winseln.

Das  v,  welches  wir  erst  mit  einem  besondern  Buchstaben
  schreiben,  da  die  Alten  nur  u  hatten,  wurde:  wohl
wahrsch£inlich  meist  nur  als  Vocal  gesprachen,  und  lag
unserm  u  näher  als  dem  w.  Daher  drücken  es  auch  die
Griechen  durch  ov  aus,  Valens  durch  Gval:vs.  Es
könnte  daher  scheinen,  als  ob  der  Consenant  W  den  Lateinern
  gänzlich  gefehlt  hätte.  Allein  dem  ist  nicht  so;
er  findet  sich  dort,  dech  in  einem  andern  Buchstaben,  als
wo  man  ihn  suchte.  Es  ist  bekannt,  dass  wenn  man  im
Latein  des  Mittelalters,  im  Französischen  und  Italienischen
  unser  #  hezeichnen  wollte,  man  g  vorv  setzte,  wie
“die  Gothen  A,  so  war  aus  Wehr  guerra  und  guerre,  aus
Wilhelm  Guilielmus,  Guglielmo  und  Guillaume,  aus  Viehweide
  Piguaida,  aus  Wald  Gualdıs,  und  ullgemein  bekannt
sind  Guelfen  und  G(  vo  )ibelinen.  Grade  so  scheinen  dieLateiner
  dem  u,  um  es  zum  Consenant  zu  machen,  das  q
vorgesetzt,  und  dies  dann  gar  nicht,  sondera  nur  &amp;  wie  »
ausgesprochen  zu  haben.

So  sagt  Scaurus  p.  2233.  @  litiera  geque  retenta