ö,  früher  als  g,  später  als  k  ausgesprochen,  Erst  spät
mochte  es  in  einzelnen  Provinzen  in  z  übergehen,  Der
Hauch  h,  den  die  Griechen  durch  den  Spiritus  asper  bezeichnen,
  konnte  von  den  spätern  Römern  wahrscheinlich
wie.  heut  von  Italienern  und  Franzosen  nicht  £ut  mehr
ausgesproshen  werden;  daher  trat  häufig  c-(k)  an  seine
Stelle.  Wie  man  also  im  Deutschen  Reiher  und  Reiger
schreibt  und  A&amp;Ava  in  Ativxaim  Griechischen  verwandelte,
so  ward  aus  hehle  celo,  aus  höhle  coelo,  aus  Halm,  alt
Halam  —  calart-us;  aus  Haup(i)t  capıt,  aus  hand  (gothisch)
  cano,  aus  Haut  czit-is,  und  umgekehrt,  aus  Garten
(von  gürten)  ward  Aortus,  aus  Gast  host-is.  Der  leichte
Übergaig  zeigt  sich  in  iraho-—  vehoe  —  si  —  et  —
in  Hessen  und  Chatti.  Das  X  am  Ende  ward:  vielleicht
wie  das  griechische  7,  das  spanische  X  ausgesprochen.  So
werden  die  alten  gallischen  und  germanischen  Namen,  die
sich  auf  rich  =  reich  enden,  meist  mit  z  geschrieben;
80  'Orgetoriz  —=  Orgetorich,  vielleicht  Ortreich;  -  Eporedorir
  Pferdereich,  Dumnorir:  etc.  Urellodunum  von
Uchel  hoch  und  dun  (town  Zaun)  Stadt:  Hochstadt—,
radır  Rettich,  rer  Recke.
C.  Die  Zungenbuchstaben

dt  ih’s  ssz.  D  und  T  können  Sachsen  nicht  unterscheiden,
  Pfattdeutsche  sagen  det  für  das,  Water  für  Wasser,
  zehn  für  zehn;  eben  so  tritt  bei  Scandinaviern  und
Engländern  'grösstentheils   an.die  Stelle  von  s,  besonders
  aber  von  2;  dentı  bei  ihnen  ist  dieser  Buchstabe
ebenso  selten,  wie’bei  den  Lateinern,  ‘wo  er  nur  in  griechischen
  Wörtern  gebraucht  wurde.  Auch  scheint  im  Oberund
  Hochdentschen  ‘ein  zu  starkes  Streben  £  in  z  zu  verwandeln
  sichtbar,  oft  gegen  die  Etymologie;  So  ward  also
messen,  goth.  smitan,  lat.  metiri.  Z  wurde  verwandelt,
wie  uoıyiöo  in  moechissor,  so  sitzen,  Schwed.  sitta