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nördlichen  Sprachen  zu  dem  är  und  'er  das  o  im  Infinitiv
vaere  —  vara,  Imperfect  und  Particip  var  und  varande
hinzu,  so  dass  ‚sich  die  nahe  Verwandschaft  mit  unserm’
Worte  ergiebt.  Es  stammten  dann  das  alte  d  was  und  ich
war  nicht  ganz  aus  derselben  Quelle,  wenn  nicht  vielleicht
in  einer  sehr  frühen  Zeit  eine  Vertauschung  des  s  und  r
Statt  gefunden  hatte,  so  dass  in  sofern  schon  die  Infinitive
vare  und  wesen  zusammenfallen.

Aber  auch  in  dem  lateinischen  Hilfszeitwort  finden  sich
diese  Stämme.  Von  sigan  —  sein  —  stammt  sum.  Ähnlich
  dem  Latein.  heisst  im  Westphälischen  heute  noch  ek  ein,
ich  bin,  und  das  du  sommest  in  Himmili  in  einem  eltdän.
Vaterunser  setzt  gleichfalls  eine  erste  Person  jeg  somme
voraus.  Eben  daher  stammen  auch  sumus  —  sunt,  eim
bis  sint,

Von  wesan  —  was  —  ist  esse  und  essem  abzuleiten,
denn  nur  der  Blasehauch  fehlt  dort.

Er  —  är  —  vaere  geben  den  Stamm  zu  eram,  ero,
ohne  den  Lippenhauch;  die  Italiener  und  Franzosen  fügten
dagegen  im  Fuiur  den  Zischbauch  hinzu,  und  so  entstand
io  saro  und  je  serai.

Aus  dbeo  —  Dbeon  ging  durch  Aspiration  fus  etc.  hervor,
und  durch  Hinzufügung  des  er  —  fueram,  fuerim,  fuero.

Die  germanischen.  Sprachen  haben  Hilfsverba,  vermöge
deren  sie  ihr  Verbum  bilden,  sein  für's  Intransitiv,  haben
  für's  Transitiv,  thun  (Engl.  i  do)  für's  Activ,  werden
  für's  Passiv;  ausserdem  noch  umgchreibende  für  tempora
  und  medi,  wollen,  sollen,  mögen,  dürfen  u.s.w.  Das
lateinische  Verbum  bildete  sich  dagegen  nur  durch  Aufnahme
  aller  Stämme,  welche  den  Begriff  des.  Seins  bezeichneten.
  Es  fügte  aber  die  Formen  des  Hilfsverbi  hinten  en
das  gegebene  Wort.  Wie  nen.  im  Griechischen  ‚Ay.  —  zıus,
us,  eotiindiy—  w  —  ug  —  6  überging,.  sa  entstand