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den,  mehr  benutzt  hat,  als  die  hierin  :selır  beschränkte
deutsche.

In  der  Fähigkeit,  zusammengesetzte  Wörter  zu  bilden,
hat  dagegen  die  deutsche  Sprache  einen  :eben  so  grossen
Vorzug,  als  die  lateinische  zurücksteht;  ja  das  Latein  scheint
fast  nur  im  hohen  Alterthum  zusammengesetzte  Wörter  $ehildet,
  dagegen  später  durch  Adjective  und  Geritice  sieh
geholfen  zu  haben.  Sehr  alt  sind  gewiss  daher:  Wörter  wie
patricida,  Vatermörder;  aresper,  Aarspäher;  Duumvir;  Zweimann
  etc.;  nıuscipula,  Mäusefalle;  manifestus  —  wahrscheinlich
  von  munt  —  Altdeutsch,  und  mund  —  Angelsächsisch
Hand,  und  fassen  —  was  man  mit  der  Hand  fasst,  handgreiflich.
  Spätere  Zusammensetzungen  wie  res  publica,  Senatus
  consultum  sind  nicht  als  solche  zu  betrachten,  da  im
ersten  Wort  beide  Theile  durchflectirt  werden,  und  im  zweiten
  Senatus  ein  @enitiv  ist.

Die  häufigste  Zusammensetzung  ist  die  durch  Praepo
sitionen  und  Verba,  wo  beide  Sprachen  sich  sehr  ähnlich

sind.

ab-eo,  abgehen.

amb-eo,  umgehen.

amb-edo,  umessen,  umfressen.

ad-eo,  angehen.

ad-esse.  Goth,  at-visan,  ad-est,  at-ist.

ad-cendo,  anzünden.

ar-rigo,  anregen.

er-eo,  ausgehen.  Ital,  uscire.

dis-  sono,  miss-tönen.

dir-imo,  zernehmen;  hier  zeigt  sich  in  dir  ganz  unser  zer,

und  der  leichte  Übergang  des  r  und  s.
Das  lateinische  Ir  hat  die  doppelte  Bedeutung  —  in  —.

ein  und  un,-welches  bekanntlich:  die  Verneinung  anzeigt,  wie
des  Grieols  x  privativum,  0