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Geschichtliche  Nachweisung.

Wir-haben  ulso  gesehen,  dass  die  Zahl  der  in  beiden
Sprachen  gleichleutenden  Wörter  von  verwandter  oder  gleicher
  ‘Bedeutung  sehr  gross  ist.  Und  doch  ist  es  klar;  dass
man  noch  viele  hier  nicht  erwähnte  lateinische.  Wörter  auf
germanische  Wurzeln  zurückführen  oder  andere  von  den  schon
gegebenen  Wurzeln  ableiten  kann..  ‘Denn  welch  eine  Menge
Wörter  stammen  in  beiden  Sprachen  von  sehen  -—  Sinn  —
sentire—  von  lego,  les,  elögo  etc.  legio,  lignum  ‚nach  Varro
vom  Zusammenlegen  leotus,  lectica  etc.  ab,  die  hier  anzuführen
  unnöthig  wäre,  da  man  sie  in  jedem  etymologischen
Wörterbuche  suchen  kann.  Auch  ist  ja  bekaunt,  dass  die.
Zahl  der  Wurzelwörter  in  allen  Sprachen  nur  klein  ist.
Adelung  glaubt,  es  wären  in  der  deutschen  nur  300:  bis
400,  Fourmont  der  Ältere,  in  der  griechischen  nur  300,
Aven,  in  der  wallisischen  220,  Court  de  Gebelin,  in
der  Mischsprache  der  Franzosen  keine  400  und  in  der  chi-‚nesischen
  etwa  333  zu  finden.

Wenn  nun  aber  nicht  nur  die  Wörter,  und  zwar  der
ersten  und  nothwendigsten  Begriffe,  die  Namen  der  Verwandschaften,
  der  Tlieile  des  Körpers,  der  Pflanzen,  Thiere,
der  ersten  einnlichen  Empfindungen  etc.  in  beiden  Sprachen
übereinstimmen,-  sondern  auch  in  der  Flexion  und  Wortbildung
  eine  so  grosse  Ähnlichkeit  Statt  findet,  so  dürfen  wir
wohl  unbedenklich  eine  engere  Verwandschaft  dieser  Völker
annehmen.  Ja  ich  bin  überzeugt,  dass,  hätte  man  nur  das
Zehntel  der  augeführten  ähnlichen  Wörter  zwischen  der  leteinischen
  und  Karaiben-  oder  Hottentottensprache  entdeckt,
man  längst  den  Zusammenhang  zwischen  diesen  Völkern  nachgewiesen
  hätte.  Allein  eben,  weil  die  Sache  uns  zu  nahe
leg,  übersah  man  sie,  oder  begnügte  sich  mit  der  Annahme