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Stämme  mit  denen,  durch  welche  das  Latein  sich  bildete,
erhellt,  so  zeigt  sie  gich  doch  noch  deutlicher  durch  Bildung
  des  Hilfsworts  esse,  welches  Bestandtheile  aus  den
Hilfsverben  der  verschiedenen  Stämme  enthält,  und  besonders
  in  der  oben  angeführten  Darstellung  der  Entstehung
der  einzelnen  Theile  des  lateinischen  Verds.

Bei  der  Untersuchung,  welche  der  italischen  Volksstämme
  germanische  waren,  wird  uns  gleichfalls  nur  die
Sprache  Leiter  sein  können,  und  wir  werden  daher  auf  die
Namen.  der  Völker,  der  einzelnen  Personen,  der  Berge,
Flüsse  und  Städte,  und  die  von  den  Alten  angeführten,  bei
einzelnen  Stämmen  ühlichen  Wörter  zu  achten  haben.  Die
Untersuchung  wird  hier  schwieriger,  als  bei  irgend  einem
Lande,  da  fast  nirgends  die  Zahl  der  kleinen  Völker  und  das
Gemisch  derselben  so  gross  war,  als  in  Italien.  Dem  von  den
meisten  europäischen  Hauptvolksstämmen  stheinen  Einwohner
  dahin  gekommen  und  dort  geblieben  zu  sein.  Gross  ist
die  Zahl  der  Namen  der  einzelnen  angeführten  Völker;  allein
  man  würde  irren,  wenn  man  glaubte,  dass  eben  so  viel
verschiedene  Stämme  in  Italien  gewesen  wären;  vielmehr  gehörten
  viele  zu  demselben  Stamme,  und  die  Sprache  solcher
war  nur  ein  anderer  Dialect,  nicht  aber  radical  verschieden  ;
so  wie  es  in  Deütschland  Cherusker;  Catten,  Markomannen,
Sueren,  Goihen,  Longobarden,  Sachsen,  Westphalen,  Märker,
  Schlesier,  Baiern  und  Östreicher  gab  oder  $iebt,  die
doch  alle  Deutsche  sind  und,  ohnerachtet  der  Verschledenheit
  der  Dialecte,  doch  einem  Volke  angehören.

Die  Hauptrölker  Italiens  sind  aber  folgende:

1)  Illyrier  und  Veneter  im  östlichen  Oberitalien.

2)  Ligurer  im  westlichen  Oberitalien,  und  Sieuler  in  Mittel-
  und  Unteritalien.

3)  Gallier,
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