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4)  Eirusker  oder  Rasener  vom  Po  bis  in  die  Nähe  Roms;
ja  zum  Theil  bis  Campanien.

5)  Ausoner,  zu  denen  Umbrer,  Sabiner  und  Marser  gehören.
  Verwandt  mit  ibnen  sind  Aborigines  und  Latiner.


6)  Pelasger  und  Griechen.

Alle  diese  Stämme  haben  mehr  oder  weniger  zur  Bildung
  der  lateinischen  Sprache  beigetragen.  Wüssten  wir,
was  von  jedem  einzelnen  Volke  herrührt,  so  würde  dies  uns
wichtige  Aufschlüsse  geben;  allein  die  Alten  besnügten  sich
grösstentheile,  die  Wörter  anzuführen,  welche  von  der  lateinischen
  Sprache  nicht  aufgenommen  waren,  mochten  auch
von  den  bei  mehrern  Völkern  gebräuchlichen  es  nicht  im
Stande  sein  zu  sagen,  welchem  Stamme  das  Wort  eigentlich
angehöre.  Wir  wollen  nun  auf.die  einzelnen  Völker  des  alten
  Italiens  unsern  Blick  werfen,  und  zwar  mit  den  von  Rom
entferntern,  ja  zum  Theil  später  in  Italien  eingewanderten
beginnen,  da  gewiss  auch  sie  nicht  ohne  Einfluss  auf  die
Sprache  geblieben  sind,  und  zugleich  die  hervorheben,  wo
das  Germanische  hervortritt.

Im  Nordosten  Italiens  wohnen  Illyrier  und  Veneter,  in
dem  heutigen  Königreich  Illyrien.  Wahrscheinlich  sind  diese,
wie  auch  Mannert  glaubt,  ein  wendischer  oder  slavischer
"Stamm,  Von  den  Kelten  sind  sie  gewiss  verschieden,  indem
Polyb.  2,  17.  sagt:  dass  sie  an  Sitten  ihnen  ähnlich  wären,
aber  eine  andere  Sprache  hätten  —  yAurrn  Ö  alkoig  xowuevoı.
  Man  nimmt  zwar  grösstentheils  an,  dass  Slaven  erst
‚spät  nach  Europa  gewandert  sind.  Allein  wahrscheinlich  befand
  sich  die  Hauptmasse  dieses  jetzt  so  weit  verbreiteten
Stammes  schon  früh  in  Europa,  doch  im  nordöstlichen  Theile,
und  nur  einzelne  durch  Kriege  von  der  Hauptmasse  losgerissene
  Zweige  wurden  weit  vorgeschoben,  wie  auch  Eustathius
  meint.  Noch  heut  besteht  die  Masse  der  Bevölke-