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nur  wenig  anders  geschrieben.  Die  Taurini  und  ihre  Stadt
Augusta  Taurinorum  gehörten  nach  Strabo  4.  (Tavoıvoi
Ayvarırov  E$vog  za  ühkoı  Alyves),  Plinius  h.n.  I,  17.
und  Livius  zu  den  Ligurern.  Taurini  stammt  aber  wohl
vom  Thurm  —  Thurn,  Angelsächsisch  tor,  Engl.  tower,  durch
welche  Worte  ein  durch  Thürme  befestigter  Ort  bezeichnet
wird.  Thurn  aber  und  Tor  heisst  auch  der  Berg.  Cluver.
  Montes  Noricorum  inter  Dravum  et  Salsiacum  dicuntur
  Taurn,  ut  HKrumler  taurn  etc.,  daher  also  auch  alle
Alpenvölker  in  Noricum  und  Vindelicien  Tlaurisci  heissen.
Der  Name  Thüringer  stammt  gleichfalls  daher.  Auch  Appian
  de  bello  Hanniballico  VII  5.  scheint  sie  keltischen
  Ursprungs  zu  halten,  da  er  Taurasia  eine  keltische
Stadt  nennt,  (roogeßadke  Tavoaoig,  noleı  Keirıxij?)  ein
Beweis  zugleich,  dass  Ligurer  und  Kelten  doch  nicht  so
fern  sich  standen,  da  sie  auf  diese  Weise  verwechselt  werden.
Die  Taurini  müssen  also,  wie  alle  Ligurer,  den  Germanen
zugezählt  werden.

Die  Gallier.

Besonders  aber  hatten  die  Gallier  grosse  Striche  Iialiens
inne,  so  dass  bekanntlich  Oberitalien  Gallia  cisalpina  hiess.
Von  den  Alpen  an  hatten  sich  ‚Gallier  bis  Ariminum,  ja  bis
Sena  und  Ancona  verbreitet,  so  dass  Plin.  h.  n.  III,  14,
nachdem  er  vom  Picentinischen  Gebiet  gesprochen  hat,  fortfährt:
  Jungitur  his  serta  regio,  Umbriam  complexa  agrumque
  Gallieum  circa  Ariminum.  Ab  Ancona  Gallica  ora  incipit.
  Eben  so  ist  Sena  eine  Anlage  der  senonischen  Kelten,
daher  es  such  meist  Senogalia  —  Sena  Gallica,  Zıvn,
ja  heut  noch  Sinigaglia  heisst.  Erst  nach  Verlrängung  oder
Unterwerfung  der  Gallier  ward  die  Gränze  bis  an  den  Rubicon
  gerückt.  Dass  nun  unter  dem  Namen  Gallier  die  Ger-